Wächst das Rettende auch? Akademiepreis für die literarische Auseinandersetzung mit der Coronakrise

Die Welt durchlebt gerade die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Pandemie bedroht jede und jeden, immer und überall. Und überall wächst das Verlangen nach Rettung, nach medizinischen Lösungen, nach wirtschaftlichen Hilfen, nach Freiheit, Trost und Zuversicht. In dieser eigentümlichen und bedrohlichen Konstellation wird immer wieder auf Hölderlins berühmten Satz verwiesen: »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch«. Doch welche Aussichten und Einsichten lassen sich aus Hölderlins Vers gewinnen, welche Erkenntnisse und Erfahrungen mit ihnen verbinden? Worauf baut die Zuversicht, worin ist die Hoffnung begründet?

„Wächst das Rettende auch?“: Unter dem Vorzeichen dieses Hölderlin-Wortes riefen die Akademie für gesprochenes Wort und das PEN-Zentrum Deutschland im vergangenen Jahr zu einer literarischen Auseinandersetzung mit den individuellen und sozialen Dimensionen der Coronakrise auf. An dem anonym durchgeführten Wettbewerb beteiligten sich über 400 Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit ihren Texten.

Die sechs Hauptpreisträger und 14 weitere Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die mit einem Anerkennungspreis prämiert werden, werden am Sonntag, 26. September, 16.00 Uhr, bei einem Festakt in Stuttgart gewürdigt. Neben der Verleihung des Akademiepreises wird dabei auch die Anthologie „Wächst das Rettende auch?“, herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Knubben, Prof. Uta Kutter und Hubert Klöpfer im Alfred Kröner Verlag, vorgestellt.

Die Hauptpreisträger sind Ruth Erat (Arbon/Schweiz), Christina Müller (Weimar), Ralf Schwob (Groß-Gerau), Katrin Seglitz (Ravensburg), Simone Trieder (Halle/Saale) und Dierk Wolters (Eppstein). Mit Anerkennungspreisen ausgezeichnet werden Dr. Norbert Autenrieth (Cadolzburg), Volker Demuth (Berlin), Günter Detro (Rheinbach), Pauline Füg (Fürth), Heribert Kuhn (München), Anke Laufer (Wannweil), Simone Scharbert (Erfstadt), Carolina Schutti (Innsbruck), Claire Walka (Hamburg), Susanne Neuffer (Hamburg), Bernd Watzka (Wien), Ozan Zakariya Keskinkilic (Berlin), Eva Christina Zeller (Tübingen) und Manuel Zerwas (Speyer).

Der Festakt findet am Sonntag, 26. September, 16.00 Uhr, in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart statt. Die Würdigung der Preisträger und eine Vorstellung der Anthologie geschieht durch die Jury-Mitglieder Prof. Dr. Thomas Knubben und Verleger Hubert Klöpfer. Dr. Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland und Prof. Uta Kutter, Direktorin der Akademie für gesprochenes Wort, überreichen die Urkunden. Das Sprecherensemble der Akademie wird aus den Texten der Hauptpreisträger lesen. Zum Abschluss der Veranstaltung wird Pianist Chris Jarrett mit Orlando Schenk (Gesang) von Jarett komponierte Hölderlin-Lieder uraufführen.

Der ›Preis-Band‹ versammelt 20 Beiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – Essays, Gedichte, Erzählungen und dramatische Texte, die aus dem Inneren der Erfahrung berichten und über den Tag hinausweisen. Wer neugierig darauf ist, welche Chancen in der Krise Schriftstellerinnen und Schriftsteller sehen – für den lohnt ein Blick in das Buch: https://www.kroener-verlag.de/details/product/waechst-das-rettende-auch/

Pressemitteilung im Auftrag Verlag/Akademie.

Ein Schmuckstück: Der handschriftliche Gedichtekalender

Mit Gedichten von Ernst Blass, Richard Dehmel, Emily Dickinson, Joseph von Eichendorff, Robert Gernhardt, Johann Wolfgang Goethe, Andreas Gryphius, Friedrich Hölderlin und vielen weiteren Poetinnen und Poeten durch das Jahr – das ist allein schon ein schöner Gedanke.

Doch zur Besonderheit wird der Gedichtekalender 2022, der im September im Kröner Verlag erscheint, durch seine hochwertige Gestaltung und Ausstattung. Jedes Gedicht ist handgeschrieben von Hubert Klöpfer und wird in faksimilierter Abschrift präsentiert. Damit setzt Hubert Klöpfer die Tradition des handschriftlichen Gedichtekalenders des renommierten Freiburger Buchhändlers Thomas Bader fort.

Neu: Die einzelnen Gedichte haben „Patinnen und Paten“, sie wurden von namhaften Literaturfachleuten, darunter unter anderem Matthias Politycki, Rainer Moritz, Thea Dorn und Denis Scheck, vorgeschlagen.

Weitere Informationen auf der Verlagsseite: https://www.kroener-verlag.de/details/product/gedichtekalender-2022/

Ein Beitrag im Rahmen meiner Pressearbeit für den Alfred Kröner Verlag.

Ein Besuch bei Aufklappen

Was aufklappen, was nicht? Eine gute Orientierungshilfe ist für mich da schon seit einiger Zeit der Literaturblog „Aufklappen“. Nicht immer muss man einer Meinung mit den Rezensenten sein, aber die Kritik bei Aufklappen ist immer fundiert, wohldurchdacht und bietet nachvollziehbare Gründe. Und vor allem wird das Team seinem eigenen Anspruch gerecht: „Geboten wird unterhaltsame Literaturkritik mit Niveau und einem klaren Urteil.“

Hubert Klöpfer (links) und Alfred Klemm, Kröner Verlag. Bild: Yvonne Berardi

Seit einiger Zeit veröffentlicht Aufklappen auch Gespräche mit Akteuren aus dem Literaturbetrieb, so mit der Schriftstellerin Iris Wolf, dem Literaturwissenschaftler Jan Süselbeck und nun mit Verleger Hubert Klöpfer. Das freut mich natürlich ungemein, da Hubert Klöpfer als Programmleiter beim Kröner Verlag, für den ich die Pressearbeit leiste, die „Edition Hubert Klöpfer“ herausgibt. Bei „Aufklappen“ spricht er über die Höhen und Tiefen eines Verlegers, der leidenschaftlich dem guten Buch verpflichtet ist.

Ein Auszug:

Allzu abgebrüht darf man nicht sein, bevor man einen Verlag gründet? Wenn man alle Tücken des Betriebs kennt, bringt man gar kein Buch mehr heraus? 

„Das ist nicht schlecht, das ist gut formuliert, ja. Ich glaube, so wie es uns ging, geht es vielen jungen Verlegerinnen und Verlegern. Es gehört eine herzhaft naive Leidenschaft dazu. „Wir schaffen das“, man glaubt ans gute Buch, ans schöne Buch, und hat das Gefühl, hat die Hoffnung, mit Literatur etwas zu bewirken. Diese Naivität bringt einen überhaupt erst zum Handeln. Irgendwann stößt man sich den Kopf schon von selber an. Und man stößt ihn sich überhaupt immer wieder an. Aber freilich gibt’s halt auch immer die verlegerische Freude und Lust, zu erleben, zu spüren, wie sich aus einer ersten Idee etwas Größeres, Stärkeres entwickelt. Wie eine Autorin, ein Autor ihr resp. sein Thema, seinen Erzählton findet. Verlegerinnen und Verleger sind Hebammen auch.“

Das Interview in ganzer Länge gibt es hier zu lesen: „Literatur als Einmischung und Eroticum“

Zum Blog: https://aufklappen.com/

Ab 2021: Start der ›Edition Hubert Klöpfer‹ beim Kröner Verlag

Der Alfred Kröner Verlag Stuttgart positioniert sich neu: Das traditionsreiche Stuttgarter Verlagshaus wird ab dem Frühjahr 2021 auch deutschsprachige Literatur verlegen. Programmverantwortlich ist dafür der renommierte Verleger und Büchermacher Hubert Klöpfer, der 1991 den Klöpfer & Meyer Verlag gegründet hatte, der seit Jahrzehnten für schöne Literatur, Sachbücher und Essayistik steht.

Mit der ›Edition Hubert Klöpfer‹ zieht die deutschsprachige Gegenwartsliteratur beim Stuttgarter Traditionsverlag ein.
Hubert Klöpfer (links) und Alfred Klemm (rechts). Bild: Yvonne Berardi

In der ›Edition Hubert Klöpfer‹, die mit sechs Titeln an den Start geht, finden sich namhafte Autorinnen und Autoren mit ihren neuesten Werken wieder, die seit Jahren eng mit dem Klöpfer & Meyer Verlag verbunden sind. Aber auch neue, junge Stimmen der Literatur sollen dort künftig ihren Raum erhalten.

Für den Kröner Verlag bedeutet dieses neue verlegerische Engagement eine „stimmige Weiterentwicklung“, betont der Verleger Alfred Klemm. Das Stuttgarter Haus mit seiner über hundertjährigen Geschichte hatte sich in den vergangenen Jahren immer mehr der schönen Literatur geöffnet. Neben klassischen Ausgaben wichtiger Werke aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, für die Kröner bekannt ist, traten unter anderem in der Reihe ›Erlesenes Lesen‹ Klassiker der Weltliteratur. In den vergangenen Jahren folgten Übersetzungen von Klassikern der Moderne, wie dem Schlüsselwerk der irischen Literatur, Grabgeflüster von Maírtín Ó Cadhain, die damit erstmals dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht werden.
„Dass wir uns nun als unabhängiger Verlag auch der deutschsprachigen Literatur zuwenden, hat sich daraus beinahe organisch entwickelt“, so Alfred Klemm. „Dass Hubert Klöpfer mit seinem Gespür für außergewöhnliche und gute Literatur dafür die Programmleitung übernimmt, ist ein Glücksfall für uns.“ Beide verbindet neben der Leidenschaft fürs Büchermachen eine jahrelange Freundschaft sowie die Zusammenarbeit im Vorstand des baden-württembergischen Landesverbandes des Börsenvereins.