Simone de Beauvoir: Die Mandarins von Paris

„Sehen Sie, Sie denken doch, daß Ihre Arbeit noch vor Ihnen liegt. Vor fünf Minuten sagten Sie, daß  Sie ein neues Buch beginnen werden: das setzt doch voraus, daß es Menschen gibt, die es lesen…“

„Oh! Mit größter Wahrscheinlichkeit“, sagte Robert. „Aber schließlich ist diese andere Apotheose auch ins Auge zu fassen.“ Er setzte sich in den Sessel, neben mich: „So furchtbar, wie du meinst, ist sie nicht“, fügte er heiter hinzu. „Die Literatur ist für die Menschen gemacht, nicht die Menschen für die Literatur.“

Simone de Beauvoir, „Die Mandarins von Paris“, 1954.

Es ist einer der Schlüsselsätze dieses an Schlüsselsätzen nicht armen und umfangreichen Romans: „Die Literatur ist für die Menschen gemacht, nicht die Menschen für die Literatur“ – und dies aus dem Munde Robert Dubreuilhs, der ganz offensichtlich nach dem Vorbild Jean-Paul Sartres gezeichnet ist. Im Roman wie im Leben kreist das Buch um Männer, deren Leben dem Schreiben und der Politik untergeordnet ist. Ihre Lebenswelt, vor allem die der beiden zentralen Figuren Robert und Henri, der intellektuell kühl strategisch denkende Robert einerseits, der lebenshungrige, von hohen moralischen Werten geprägte Henri, unschwer als Camus zu entziffern, andererseits, ist im Frankreich der Nachkriegszeit geprägt von Worten: Alles, was man schreibt und sagt, hat eine mehrdimensionale Bedeutung – zumindest in den Kreisen der „Mandarins“.

Es sind europäische Schicksalsjahre, in denen dieser Roman spielt: In Paris feiert die Gruppe um Anne, Robert und Henri zu Beginn des Buches das Ende des Krieges – doch allen ist bewusst, dass nun die entscheidenden Jahre kommen. Werden die erlebten Schrecken dazu führen, dass die Welt nun ein humaneres Gesicht erhält? Wird sich die Gesellschaft gerechter entwickeln? Werden Philosophen, sprich „Mandarins“, und nicht Macht- und Realpolitiker die Gestaltung, den Wiederaufbau einer zertrümmerten Welt in die Hand nehmen können?

Wie ein Schwarzmaler, beinahe Defätist, betritt hier der von de Beauvoir zwiespältig gezeichnete Scriassine (der für Arthur Koestler, Autor der „Sonnenfinsternis“ steht) die Bühne:

„Ich nehme an, Sie haben diesen Krieg zu sehr aus der Nähe erlebt, um ihn richtig verstehen zu können. Das ist etwas ganz anderes als ein Krieg: es ist die Liquidierung einer Gesellschaft, ja, sogar einer Welt. Der Beginn der Liquidierung. Fortschritt von Wissenschaft und Technik, ökonomische Veränderungen werden die Erde derartig erschüttern, daß auch unsere Art zu denken und zu fühlen davon revolutioniert sein wird: ungern werden wir uns daran erinnern, wer wir gewesen sind. Kunst und Literatur werden uns wie manches andere nur noch wie unzeitgemäße Zerstreuungen erscheinen.“

Allein dieses Zitat zeigt: Der Roman ist mehr als eine fiktionalisierte Biographie, mehr als der oftmals so angepriesene Schlüsselroman über die Pariser Existentialisten und die französische Linke jener Jahre. Es ist ein Werk, das Grundthemen verhandelt: Die Kluft zwischen Idealismus und Realpolitik, die Ohnmacht angesichts der Verhältnisse der Welt, der Widerstreit zwischen Philosophie, Intellekt und politischem Handeln, die Gestaltung der Welt von morgen. In einem Abschnitt reflektiert Anne, die Weggefährtin Roberts, über politisches Handeln:

„Ich muß zugeben, daß es mir an Geduld fehlt: die Revolution marschiert, aber sie marschiert so langsam, mit kleinen und so ungewissen Schritten. Für Robert ist eine Lösung, die besser als die andere ist, gut, ein verringertes Übel hält er für etwas Gutes. Sicherlich hat er recht. Aber offenbar habe ich meine alten Träume vom Absoluten nicht ganz ausgerottet, denn mich befriedigt das nicht. Und außerdem scheint mir die Zukunft in weiter Ferne zu liegen, es fällt mir schwer, mich für Menschen, die noch nicht geboren sind, zu interessieren, ich mag viel lieber denen helfen, die ich gerade jetzt lebendig vor mir habe.“

Vor allem an einer zentralen Frage des Romans zeigt sich, wie sehr private und ethische Maximen in dieser Umbruchszeit, die den Beginn des Kalten Krieges markiert, erschüttert werden: Robert und Henri, die versuchen, abseits der kommunistischen Partei eine Sammelbewegung der Linken zu gründen, erfahren von den Gulags in der Sowjetunion. Über die Frage, ob dieses Wissen veröffentlicht werden soll, entzweien sich die beiden Männer zeitweise – Robert neigt dazu, die Informationen zurückzuhalten, um der linken Bewegung im allgemeinen nicht zu schaden, Henri hält es für eine Frage der Moral, darüber zu schreiben.

Anne und Henri werden so zu den eigentlich komplementären Figuren des Romans: Zwei Menschen, die, um es platt zu sagen, von einer besseren Welt in der Gegenwart träumen, aber im Grunde an ihren eigenen Verstrickungen scheitern – Anne an einer aussichtslosen Liebesbeziehung, Henri an einer Intrige, die ihn zum ungewollten Verteidiger eines Mannes macht, der Menschen an die Nationalsozialisten verriet. Im Grunde endet der Roman relativ unspektakulär: Henri richtet sich in der Literatur ein und gründet eine Familie, Anne bleibt an der Seite Roberts. Betrachtet man diesen „Rückzug ins Private“, so hat man nach diesem Roman eine pessimistische, fast fatalistische Bilanz zu ziehen: Die politischen Utopien sind an der Realität gescheitert.

Zumal der Titel „Die Mandarins von Paris“ in einem Punkt fundamental irreführend ist: In den Dynastien des chinesischen Kaiserreiches waren die Mandarine hochgebildete, elitäre Beamte, die auf allen Ebenen die Verwaltung des Staates prägten. Die Mandarine von Paris jedoch stehen außerhalb, ihre Macht- und Gestaltungskraft ist beschränkt, die politischen Strippen werden anderswo gezogen. Man könnte den Roman nun abtun als Zeugnis einiger sinnlosen Sandkastenspiele linker Intellektueller – damit täte man ihm allerdings ebenso Unrecht. Denn wenn auch die Hoffnung der Figuren auf eine sozialistische Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist – was wir in der wirklichen Welt heute durch den Ukraine-Krieg, die auf Putin zugeschnittene russische Politik, das Scheitern des venezuleanischen Experiments, die Umerziehungslager Uiguren in China, den kapitalistischen Machtanspruch der Volksrepublik, die Armut in Kuba und viele Beispiele mehr vor Augen geführt bekommen – das Nachdenken über bessere, gerechtere Gesellschaftsformen, dazu fordert uns dieses Buch ebenso sehr heraus, das Streben nach einer anderen Welt, sollte kein Ende nehmen.

Und am Ende geht es vor allem darum, dem eigenen Leben Sinn zu geben, die Jahre mit Anstand zu verbringen, auch darum, dass

„ (…) überleben letztlich bedeutet, daß man unaufhörlich wieder mit dem Leben beginnt.“

Es wäre jedoch kein Roman Simone de Beauvoirs, wenn darin nicht auch die Rolle und das Selbstverständnis der Frau als gesellschaftliches Leben eine zentrale Funktion einnehmen würden. Interessanterweise haben wenige Frauen mit ernstzunehmenden Berufen in diesem Buch, das fünf Jahre nach „Das andere Geschlecht“ erschien, ihren Auftritt. Eine Ausnahme unter den Gesellschaftsdamen, Salonlöwinnen und betätigungslos vor sich hin leidenden Liebenden bildet Anne, Psychologin und langjährige Wegbegleiterin Roberts, aus deren Perspektive abschnittsweise berichtet wird. Ein fragmentiertes Selbstportrait Simone de Beauvoirs gewissermaßen. Denn während die Schriftstellerin in der Realität ja durchaus eine eigenständige Position innehatte, bleibt ihre Figur Anne relativ unselbständig, definiert sich über ihren Mann, die Tochter, den Kreis, in dem sie sich bewegt. Im Nachdenken über sich sagt Anne:

„Somit bin ich also sauber katalogisiert und, indem ich dies akzeptierte, angepaßt an meinen Mann, meinen Beruf, an das Leben, an den Tod, an die Welt, an ihre Schrecken. Dies bin ich, ganz genau ich, mit anderen Worten: niemand.“

„Niemand“ erwacht zum Leben, als sie bei einer beruflichen Amerikareise den Schriftsteller Lewis kennen und lieben lernt. Die Amerika-Kapitel heben sich in den „Mandarins“ deutlich ab, sind weniger von intellektuell-politischen Diskussionen geprägt als die Pariser Szenen, erscheinen sinnlicher und emotionaler, auch in der ausführlicheren Beschreibung der Handlungsorte. Paris, da lebt der Geist, Chicago, hier pocht das Herz.

Mit der Beschreibung dieser fragilen Fernbeziehung, an der ihre Figur leidet und wächst, ging Simone de Beauvoir in mehrerer Hinsicht ein gewisses Risiko ein. Denn auch im „echten Leben“ hatte de Beauvoir eine Liebesbeziehung zu einem amerikanischen Schriftsteller: Bei ihrer Amerikareise 1947 lernte sie Nelson Algren (unter anderem Verfasser von „Der Mann mit dem goldenen Arm“) kennen, den sie bis 1952 regelmäßig wiedersah und dem sie unzählige Briefe schrieb. Nicht zuletzt seine Darstellung in den „Mandarins“ als widersprüchlicher „Underdog“, der hilflos seinen Gefühlen ausgeliefert ist, führte bei Nelson Algren zu fundamentalen Groll, Jahre später noch äußerte er sich wenig freundlich über diese „transatlantische Liebe“.

Doch nicht nur die Sympathie Algrens setzte de Beauvoir mit diesem Roman aufs Spiel – sondern auch ihre da schon bereits beginnende Etablierung als Ikone des Feminismus. Denn ihre Figur Anne erscheint im Kontext dieser Liebesbeziehung wenig mehr selbstbestimmt als eine andere zentrale Figur des Romans, als Paule, die Geliebte von Henri. Bei jener steigert sich die Liebe, die von Seiten Henris bereits vorbei und beendigt ist, ins Wahnhafte. Die Abschnitte, in denen von der monomanischen, einseitigen Hingabe Paules berichtet wird, bilden die schwächeren Seiten dieses Buches. Zugleich aber sind sie auch der Hintergrund für Annes weitere Entwicklung: Sie selbst verliert sich in dem sinnlichen Wunsch, sich in der Liebe zu Lewis fallenzulassen, kann und will aber ebenso wenig ihren Platz an der Seite ihres intellektuellen Mannes – der auf die Affäre erstaunlich kühl und gelassen reagiert – verlieren. Sie entscheidet sich letztlich für Frankreich – nicht aus vollem Herzen, aber auch nicht ganz resigniert:

„Entweder versinkst du in Gleichgültigkeit, oder die Erde bevölkert sich neu; ich bin nicht versunken. Da mein Herz weiterschlägt, muß es wohl für etwas, für jemanden schlagen. Da ich nicht taub bin, werde ich neue Anrufe vernehmen. Wer weiß? Vielleicht werde ich eines Tages von neuem glücklich. Wer weiß?“

Simone de Beauvoir hat diesen Roman, der mit dem „Prix Goncourt“ ausgezeichnet wurde, Nelson Algren gewidmet. Als sie 1986 neben Sartre bestattet wurde, trug sie am Finger einen Ring. Den billigen Kupferring, der Anne von Lewis bei ihrer ersten Begegnung in den USA über den Finger gestreift wurde.

Die Bücher Simone de Beauvoirs sind beim Rowohlt Verlag als Taschenbuch-Ausgaben erhältlich.


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Marlene Streeruwitz: Verführungen

Steeruwitz

Bild: (c) Michael Flötotto

„Helene ging zu ihm. Er breitete die Arme aus. Während der drei Schritte auf ihn zu dachte Helene, sie müsse mit ihm reden. Über die letzte Nacht. Das Geld. Und das Telefonieren. Henryk schloß die Arme um sie. Helene lehnte ihre Stirn gegen seine Schultern. Ihr fiel ein, daß sie mit jedem Mann in ihrem Leben dieselben Themen zu besprechen hatte. Helene war müde.“

Marlene Streeruwitz, „Verführungen. 3. Folge, Frauenjahre“, 1996.

Helene, die Protagonistin dieses Debütromans der österreichischen Autorin, ist meistens müde. Nicht lebensmüde, auch wenn dieser Gedanke ab und an aufschimmert (und dann allein schon der Kinder wegen vehement weggeschoben wird), auch wenn andere Frauen sich im Verlauf der geschilderten Monate aufgeben, nein lebensmüde ist Helene nicht. Aber völlig erschöpft. Kein Wunder: Vom Ehemann sitzengelassen, der für die Frauen und die beiden Töchter keinen Pfennig erübrigt, in einer Wohnung Tür an Tür mit der wehleidig-jammernden Schwiegermutter, von den Eltern verurteilt, in einem seltsamen PR-Job gefangen, in dem sie, die talentierte Teilzeitkraft, gnadenlos unterbezahlt den Job des Chefs macht. Die kapriziöse Freundin – ein wenig klischeehaft „Püppi“ genannt – ruft meist nur an, wenn sie in Beziehungskatastrophen steckt und von der Männerwelt ist eh wenig Unterstützung zu erwarten: Kaum hat sich Henryk, der mittellose Musiker, bei ihr eingenistet, führt er sich auf wie die Made im Speck.

Marlene Streeruwitz ist eine politische und feministische Autorin – und insofern ist kaum eines ihrer Theaterstücke, mit denen sie zunächst bekannt wurde, oder einer ihrer Romane unumstritten. Dabei – und dies zeigte bereits ihr erste Roman – beschreibt sie nur das, was ist: Zugespitzt zwar, wie bei Helenes Situation, aber eben auch kein außergewöhnliches Frauenleben, eine, die „ins Leben gepreßt“ ist, die müde davon ist, funktionieren zu müssen: Als Frau. So realitätsnah einerseits, mit so viel „galligem Humor“ (eine Beschreibung, die im Feuilleton gerne für die Werke von Streeruwitz verwendet wird) andererseits und eben offen auf der Seite der Frauen positioniert: Diese Art des Schreibens ruft naturgemäß mehr oder weniger qualifizierte Kritiker hervor.

Dabei gäbe es gerade an diesem Debütroman wenig bis nichts zu mäkeln: Wie Helene sich trotz aller Widrigkeiten durch das Leben hangelt, das ist unterhaltsam zu lesen und spannend, bisweilen bitterböse, schreiend komisch, aber auch voller Wärme, vor allem in den Beschreibungen des Mütter-Töchter-Gespanns. Die Sprache, ein, wie sich an späteren Werken zeigte, Streeruwitz-Merkmal, ein Stakkato, kurze, oftmals unvollständige Sätze, ein Stil, an den man sich schnell gewöhnt, der einen in den Fluss dieser Frauengeschichte hineinreißt.

Sabine Harenberg stellt in einer Besprechung bei „literaturkritik.de“ einen Zusammenhang zwischen Sprache und weiblicher Erotik her:

Marlene Streeruwitz´ Prosatext „Verführungen“ läßt sich nicht einfach dem Genre „Erotische Literatur“ subsumieren. Der bereits erwähnte, durchgängig beibehaltene Gleichklang des Erzählens scheint ein Hinweis darauf zu sein, daß der Text keine erotisierende Wirkung auf die Leser ausüben will. Es wäre aber auch verfehlt, „Verführungen“ als anti-erotische Literatur zu charakterisieren, weil der Text nicht jede Form von Erotik verneint. Es finden sich Ansätze erotischer Momente, die jedoch sofort aufgehoben und wieder zerstört werden. Diese Zerstörung spiegelt sich auch in der Syntax wider. So zeigt sich, daß durch die deutlich beschädigte Sprache auch auf der Ebene des Erzählens Helenes beschädigte Sexualität zum Ausdruck gebracht wird. Das Bewußtsein dieser Beschädigung in Verbindung mit einer grundlegenden Sehnsucht nach mehr als nur einer erfüllten Sexualität evoziert in der Protagonistin unlösbare Widersprüche, die sie immer wieder fast am Leben verzweifeln lassen: „Sie hatte keine Sehnsucht mehr. Nicht einmal danach. Es machte sie traurig. Zermürbt, dachte sie. Bist Du endlich zermürbt.“

Diese Interpretation greift einen Aspekt heraus, dabei aber auch zu kurz: Natürlich geht es in „Verführungen“ auch um Lust, Liebe und Begehren. Dafür ist nur wenig Platz, wenn man den geerbten Schmuck zum Pfandleiher bringen muss, um ein Essen für die Kinder auf den Tisch zu bekommen. Die „Verführungen“, die sich der müden Helene eröffnen, sind weniger erotischer denn seelischer Natur: Die Erwartungen der anderen zu erfüllen. Zu funktionieren. Muttertag zu feiern, das Fremdgehen des Gatten zu dulden, die Kapriolen der Busenfreundin lächelnd zur Kenntnis zu nehmen. Die Altersgeilheit des Chefs zu akzeptieren, das Gejammere der Kollegin zu schlucken. Die eigenen Grenzen Tag für Tag überschritten zu sehen.

Es geht in diesem Roman meiner Meinung um das Thema weiblicher Selbstbehauptung, weit über die Grenzen der Erotik hinaus. Es geht um die Befreiung aus Rollenmustern in jeglicher Hinsicht. Es geht darum, ob Helene weiterkämpft oder müde liegenbleibt. Am Ende siegt die Energie: Helene schmeißt den Schmuddeljob hin, den Schmuddelmusiker raus, geht gegen den verlogenen Ehemann rechtliche Schritte an und macht vor allem eines, sie nimmt ihr Leben in die eigene Hand. Den „Verführungen“ widersteht sie, auch wenn ihr Weg sie am Ende des Buches erst einmal ins Arbeitsamt führt:

„Helene lehnte den Kopf gegen die Wand hinter sich. Zuerst würde sie den Computerkurs machen. Und dann war Weihnachten. Und dann. Im nächsten Jahr würde alles besser werden. Helene wurde aufgerufen.“

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Wer noch mehr von Marlene Streeruwitz lesen möchte, dem sei ihr Roman „Nachkommen“ empfohlen, eine 2014 erschienene kritische Abrechnung mit dem Literaturbetrieb. Zum Einlesen empfehle ich die Rezension beim grauen Sofa. Musikalisch hat mich beim Lesen des Buches übrigens ein Lied von Konstantin Wecker dauerhaft begleitet: