"Sich fügen heißt lügen." Nach diesem Motto lebte der Schriftsteller und Anarchist Erich Mühsam, der von den Nationalsozialisten ermordet wurde.
Memoiren eines Moralisten – Hans Sahl und das Exil
Die Erinnerungsbände von Hans Sahl sind mit das Beste, was man an autobiografischer Exilliteratur über das 20. Jahrhundert lesen kann.
Ein Portrait – Gustav Regler in Mexiko
1940 kommen der Schriftsteller Gustav Regler und seine Frau auf der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Mexiko. Dort trafen sie zwar weitere Exilanten, wurden aber niemals richtig heimisch. Ein Gastbeitrag von Jürgen Neubauer.
Curt Moreck führt durch das lasterhafte Berlin
Arm, aber sexy: Unter diesem Motto wurde Berlin bereits 1931 an Heerscharen von Touristen verkauft. Curt Moreck nutzte dies für seinen "lasterhaften" Führer.
Leider immer noch aktuell: «Unruhe um einen Friedfertigen» von Oskar Maria Graf
Die Unruhen der Weimarer Republik - sie erfassten auch das bayerische Hinterland. Seinen Roman über die Jahre 1918 - 1933 schrieb Graf im amerikanischen Exil.
Kurt Tucholsky reibt sich am Herrn Wendriner
Von 1922 bis 1930 ließ Kurt Tucholskys in der „Weltbühne“ mit Herrn Wendriner einen Spießer par excellence zu Wort kommen: Volkes Stimme, satirisch überspitzt.
Der Streit um den Sergeanten Grischa: Die bittere Schwejkiade von Arnold Zweig
Der große Arnold Zweig läutete mit diesem Antikriegsbuch eine Wende ein: Es war der erste ausgesprochen kriegs- und systemkritische Roman dieser Zeit.
Irmgard Keun über Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften
Irmgard Keun erzählt in diesem Buch "Lausmädchengeschichten": Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg aus der Sicht einer frechen Göre.
Hans Fallada und die große Frage: Kleiner Mann – was nun?
"Kleiner Mann - was nun?": Das Buch, 1932 erschienen, wurde sofort ein Bestseller. Der Roman von Hans Fallada erscheint heute von erschreckender Aktualität.
Das kunstseidene Mädchen: Feminismus in der Weimarer Republik
Mit dem "kunstseidenen Mädchen" brachte Irmgard Keun einen weiblichen Ton in die Literatur, der so gar nicht zum Frauenbild der Nationalsozialisten passte.
Hanns Heinz Ewers: Märchenkönig und Phantast
Hanns Heinz Ewers (1871-1943) galt als der deutsche Edgar Allen Poe. Er schreckte vor keinem Thema zurück - Kannibalismus, Voodoo-Kult, Mord und Drogenrausch.
Oskar Maria Graf und sein Biedermann Anton Sittinger
„Anton Sittinger" erschien 1937, fünf Jahre nach dem „Bolwieser“. Die Romane von Oskar Maria Graf gehören zusammen: Darstellungen des spießigen Kleinbürgers.
Vicki Baum und das Stigma der Trivialität in der Literatur
Vom Publikum geliebt, von der Kritik beargwöhnt: Trotz ihres Erfolgs mit "Menschen im Hotel" blieb an Vicki Baum das Stigma der Trivialität haften.
Joseph Roth logiert im Hotel Savoy
Hotel Savoy löste bei Erscheinen ein großes Echo aus: So präzise hatte Roth den Untergang einer Epoche beschrieben, so sehr traf er den Geist seiner Zeit.
Der Anitkriegsroman: Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque
Es ist das „Anti-Kriegsbuch“ der deutschen Literatur: "Im Westen nichts Neues". Dazu kurz vorgestellt: "Der Weg zurück" und "Die Nacht von Lissabon".