Poesie, geerdet am Kartoffelfeuer

eiszapfengesäumt
das uralte dach im hof
hoch-zeit des winters

Petra C. Erdmann

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Manchmal ist weniger mehr. Und es braucht nur wenige Worte, um ganze Welten zu entwerfen, mit wenigen Zeilen und einem zarten Pinselstrich Landschaften und Bilder zu zeichnen. Das vermag die Kunst des Haiku-Dichtens: In ihrer strengsten, traditionellen Auslegung bestehen diese japanischen Gedichte aus drei Zeilen mit der Silbenstruktur 5-7-5.

Zwei, die diese reduzierte Form nicht nur perfekt beherrschen, sondern es dabei auch schaffen, miteinander in einen Dialog zu treten, sind Petra C. Erdmann und Janette Bürkle Szalys. Bereits 2015 haben sie im Mirabilis Verlag mit „der tulipan entblättert sich und amor schleicht ins land“ einen gemeinsamen Band veröffentlicht. Und nun schleicht sich die Liebe zur genauen Beobachtung unserer Welt wieder in die Leserherzen: „goldfüchse im schnee und ganz leise lacht ein faun“ heißt das neue Buch der beiden Dichterinnen.

Liebevoll gestaltet und gesetzt, führen die Goldfüchse und der Faun durch die Jahreszeiten. Auf jeder Seite finden sich zwei Haikus, die miteinander korrespondieren – so antwortet Janette Bürkle Szalys gewissermaßen auf die Eiszapfen am Hofdach:

mitternachtsstille
im gebälk unter dem dach
raspelt ein holzwurm

Kleine Szenen, die zu Bildern werden, Erinnerungen freisetzen, träumen lassen – so führt die Kunst des Haiku unaufdringlich auch zum Kern der Philosophie, die dahinter steht: Über die Schrift hinaus die eigene Natur zu schauen.

Was die Miniaturen der beiden Dichterinnen jedoch auch ausmacht, ist über die genaue Beobachtungsfähigkeit hinaus ein warmer, leiser Humor, der aus vielen Zeilen spricht, eine zärtliche Hingabe an die Welt. Ein wunderbares Beispiel dafür ist ein Dialog über lümmelnde Katzen und Katzenjammer – eine Seite des Buches, die man mit einem stillen Lächeln verlässt, zumindest als Katzenliebhaberin.

Ein Gedicht für sich ist das Nachwort des Poeten Imre Török, der über „goldfüchse im schnee und ganz leise lacht ein faun“ schreibt: „Eine poetische Sammlung zartblauer Träume, geerdet am Kartoffelfeuer.“

Mehr Informationen zum Buch beim Mirabilis Verlag unter diesem Link.

Hinweis: Für den Mirabilis Verlag bin ich als Pressereferentin tätig.

goldfüchse im schnee …

Wenn der Faun ganz leise lacht …

Heute schon gelesen ...? Mirabilis Verlag!

Ein richtig gutes Haiku zu schreiben, ist so ziemlich das Schwerste, was es gibt. Was tut man also, wenn man zwei Autorinnen kennt, die seit vielen Jahren Haiku verfassen? Richtig, man bringt sie zusammen, zumindest vorerst per Telefon und E-Mail. Und so entstand 2015 ein erster kleiner Haikuband von Janette Bürkle aus Lorch im Stauferland und Petra C. Erdmann aus Dresden: „der tulipan entblättert sich und amor schleicht ins land“. Die kongenialen Vignetten steuerte Florian L. Arnold bei. Alle drei lernten sich dann tatsächlich erst bei der Premierenlesung 2016 kennen. Und weil die Zusammenarbeit so schön war und das Buch so liebenswert, kam soeben ein zweiter Band ganz frisch aus der Druckerei: „goldfüchse im schnee und ganz leise lacht ein faun“. Die Geschwister passen so hübsch zusammen und harmonieren bestens miteinander, deshalb lasse ich sie hier auch gleich gemeinsam auftreten.

Eine große Ehre und Freude: Der wunderbare Schriftsteller Imre Török

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Preis der Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter-Stiftung und des PEN-Zentrums Deutschland e.V.

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Pressemitteilung der Akademie für gesprochenes Wort:

Das Jubiläum zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins mit rund 700 geplanten Veranstaltungen wurde durch die Corona-Pandemie jäh unterbrochen. Viele Lesungen und Konzerte, Aufführungen und Ausstellungen mussten abgesagt oder verschoben werden. Zugleich wuchs die Sorge um die Auswirkungen der Pandemie. In dieser eigentümlichen und bedrohlichen Konstellation wurde immer wieder auf das Hölderlinwort aus der Hymne Patmos verwiesen: Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch

Hölderlins Verse verströmen – gerade in ihrer dialektischen Spannung – Trost und Zuversicht. Doch worauf fußt die Zuversicht, worin ist die Hoffnung jenseits ihrer rhetorischen Kraft begründet? Welche Einsichten und Aussichten lassen sich aus den Versen gewinnen, welche Erkenntnisse und Erfahrungen mit ihnen verbinden?

Die Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter-Stiftung und das PEN-Zentrum Deutschland greifen mit der Preisfrage Wächst das Rettende auch? ein Diskursformat auf, das zu Hölderlins Lebenszeit sehr verbreitet war und den Austausch zwischen Wissenschaft bzw. Literatur und Gesellschaft fördern sollte. Akademie und PEN regen damit zur literarischen Auseinandersetzung mit individuellen und sozialen Dimensionen der aktuellen Krise und ihrer geistigen Bewältigung an.

Die Preisfrage wird ausgeschrieben als offener, anonymer Wettbewerb. Es werden zehn Preise mit einem Gesamtumfang von 20.000 Euro ausgelobt. Eingereicht werden können Essais, Prosa, Poesie und dramatische Texte mit max. 15.000 Zeichen (ohne Leerzeichen). Jede/r Teilnehmer/in kann nur einen Text einreichen. Der Text muss unveröffentlicht sein. Über die Zuerkennung des Preises / der Preise entscheidet eine Fachjury. Die ausgewählten Texte werden veröffentlicht in der Edition Hubert Klöpfer bei Kröner, Stuttgart.

Alle weiteren Informationen finden sich hier: http://www.akademiepreis.gesprochenes-wort.de/

Vier Fragen an Florian L. Arnold

Seit wenigen Tagen ist die Novelle „Die Zeit so still“, das vierte Buch, das Florian L. Arnold im Mirabilis Verlag veröffentlicht hat, nun in der Welt. Ich habe mit ihm über seinen Text gesprochen.

Florian L. Arnold. Bild: Nik Schölzel, Neu-Ulm.

Wo hast Du Dein Buch geschrieben?

Entstanden ist das Buch während des ersten Lockdowns im April 2020, innerhalb weniger Tage. Es war eine neue Erfahrung, denn üblicherweise schreibe ich am Besten, wenn ich den Ort wechsle. Ich kann zuhause nicht schreiben, ich muß dazu – üblicherweise, wie ich sagen muß – unterwegs sein. Dann kam dieser Lockdown, dieses diffuse Gefühl, eingesperrt zu sein, obwohl man ja doch für Einkäufe oder einen Spaziergang noch hinaus durfte. Ich war jeden Tag draußen in der Natur, aber ich hatte dennoch das Gefühl, nicht „raus“ zu können. Zudem der Gedanke: Wie geht es jenen, die nicht in die Natur hinaus können, die vielleicht ganz und gar eingeschlossen sind … Dann, gegen 22 Uhr abends, war plötzlich dieser Ton da, diese Stimme der Figur von Garham, die sich wundert über alles und doch zugleich alles schon zu wissen scheint. Ab da saß ich dann an meinem heimischen Schreibtisch oder im Wohnzimmer und schrieb. Und konnte nicht aufhören, bis der letzte Satz in Reichweite war.

Wie schreibst Du?

Die erste Fassung eines Buches entstand – vor „Die Zeit so still“ – immer handschriftlich oder auf einer alten „Hermes“-Schreibmaschine. Ich empfand dies als besten Weg, um schon im Entstehungsprozess gewisse Fehler oder Flüchtigkeiten auszuschließen. „Die Zeit so still“ ist das erste Buch, das ich tatsächlich komplett am PC geschrieben habe; ich war ehrlich gesagt erstaunt, daß es geht, daß ich so auch schreiben kann, ohne meine Sprache zu verlieren. Schreiben ist ja der Musik verwandt indem es Rhythmus und ein Leitmotiv haben muss, es hat neben allen immateriellen Aspekten auch etwas ganz physisches.

Mit der Hand zu schrieben erschien – erscheint mir weiterhin! – als Möglichkeit, im Schreibprozess aus der Gegenwart auszuscheiden und hineinzugehen in die eigene Welt. Dana Grigorcea nannte es einmal sehr treffend „Ein Kampf mit dem Flüchtigen“. Dem kann ich nur zustimmen. Daß man einen solchen „Kampf“ auch an der kühlen Plastiktastatur eines PC aufnehmen kann, war mir neu. Oh, und ich schreibe nachts. Immer nachts.

Weisst du von Anfang an, wo Du hinwillst?

Nie. Ich habe als erstes Motiv für jede Geschichte – egal ob Kurzgeschichte, Novelle oder größere Form – immer ein Bild oder so etwas wie eine sehr kurze, meist wortlose Szene im Kopf, wie eine kurze, tonlose, körnige Stummfilmsequenz. Schlecht belichteter Film.
Bei meinem ersten Buch war dieses erste Motiv ein Traumbild – ich war wieder ein Kind, spürte im Rücken eine große und gefährliche Person, war aber ausserstande, mich umzudrehen oder die Gefahr einzuschätzen.
Bei „Die Zeit so still“ waren erste Motive die Enge und die Stille. Im Lockdown hat mir das Wegbrechen sozialer Kontakte sehr zu schaffen gemacht. Ein Telefonat, ein Chat, selbst Skype- oder Zoomgespräche, das alles kann (für mich) das Persönliche nicht ersetzen, es bleibt merkwürdig flach und in Distanz. Nach diesem ersten „Motiv“ oder, nennen wir es „Gefühl“, entwickelte sich die Geschichte dann sehr schnell, als würde mir sie jemand in den Kopf hineinsprechen, so daß ich sie nur noch Wort für Wort aufschreiben musste. Es war dann allerdings ein Drahtseilakt, im richtigen Moment
aufzuhören, denn sehr leicht hätte es Dutzende, ja Hunderte von Motiven und Seitenthemen gegeben, denen ich gern nachgegangen wäre. Das hätte aber die Form gesprengt und es wäre ein völlig anderes Buch geworden.

An wen wendet sich „Die Zeit so still“?

Ich glaube, daß die dystopische Dimension im Buch ein Rahmen ist für den Versuch, herauszufinden, was ein „Familienschicksal“ ist. Ob man diesem entkommen kann oder ob Traumata, Ängste, Eindrücke uns auf immer prägen,auch in kommende Generationen. Vor allem aber ist es einmal mehr ein Nachdenken über Solitäre unter uns: Menschen, die sich nicht einpassen können und darum mehr sehen, mehr erleben – und denen mehr zustößt. Als Autor lebe ich ja recht sicher, besonders im Vergleich mit anderen Berufen. Zugleich aber sehe ich meine Aufgabe darin, aussergewöhnlichen, harten, auch schmerzhaften Geschichten einen Raum zu geben, es ist egal, ob diese Geschichten sich an realen Begebenheiten orientieren oder eine starke dichterische Komponente haben.
„Die Zeit so still“ berichtet von zwei Männern, die, jeder auf seine Weise, an den eigenen Ansprüchen scheiterten, ebenso aber von äusseren Einflüssen gelenkt ein für sie falsches Dasein aufnahmen. Im Buch gelangen beide geradezu zeitgleich an einen Punkt, wo sie erkennen, wie sie sich aus dem falschen Leben befreien können. Die Rahmengeschichte
einer jahrzehntealten Pandemie mag also das Etikett „Dystopie“ auf dem Buch rechtfertigen – man muss aber auch die Sprache, die Erinnerung, die menschliche Wärme und das Miteinander als Sehnsuchtsort im Blick zu haben. „Die Zeit so
still“ zeigt, wie wichtig das Erinnern ist an alles, das unwiederbringlich verloren ist.

Das sagt die Verlegerin Barbara Miklaw zum Buch:

„Jedes Buch hat ja seine ganz eigene Geschichte. Als wir im Frühjahr alle von Corona und Lockdown heimgesucht wurden und auf einmal alles ganz anders war als gewohnt, sagte ich noch zu Florian: Bitte bloß kein Corona-Buch! – Allerdings hatte ich nicht bedacht, dass sozusagen stillgelegte Schriftsteller und Künstler ohne Lesungen und Veranstaltungen ganz natürlich und erst recht in außergewöhnlichen Situationen kreativ sind (und auch sein müssen) und ihr Empfinden künstlerisch verarbeiten. Außerdem sind sie listig … Florian erzählte mir ganz nebenbei von einem Hörspiel, das entstehen solle, und fragte, ob ich mal draufschauen könne. Ich schaute also ganz arglos – und schlug ihm spontan vor, dann doch ein kleines Buch daraus zu machen. Und es wurde ein recht ungewöhnliches, vor allem auch von der Form her.
Es erzählt von der Begegnung zweier Männer während einer Pandemie unter extremen Bedingungen, zeit- und ortlos, nicht hier, nicht jetzt. Es erzählt von der Stille,
vom Warten, vom Lauschen, von leeren Straßen, einer einsamen Straßenbahn und der Fahrt durch eine stumme Stadt, die dann doch so stumm gar nicht ist. Und es erzählt davon, wie wichtig Menschlichkeit und Mitgefühl sind, auch und gerade unter extremen Bedingungen. Deshalb ist dieses Buch entstanden. (…)“

Der Autor:
Florian L. Arnold, geboren 1977 in Ulm/Do., studierte Kunstwissenschaften. Der
Nachtarbeiter mit österreichischen Wurzeln arbeitet als freier Zeichner und Schriftsteller
sowie als Buchhändler und Verleger. Im Mirabilis Verlag erschienen von Florian L.
Arnold bereits die Novelle »Ein ungeheuerlicher Satz« (2015) sowie die Romane »Die
Ferne« (2016) und »Pirina« (2019).
www.florianarnold.de

Der Verlag:
Der Mirabilis Verlag ist ein unabhängiger Verlag mit Sitz in Miltitz bei Meißen (Sachsen)
und wurde 2011 von Barbara Miklaw gegründet. Anliegen des Verlags ist es, Bücher zu
veröffentlichen, die auch lange nach dem Lesen noch in Erinnerung bleiben – der
besonderen Sprache, der tiefgehenden und berührenden Erzählung wegen.
Programmschwerpunkt sind Erzählungen und Romane, oft in Verbindung mit bildender
Kunst – Grafiken, Zeichnungen, Fotografien.
www.mirabilis-verlag.de

Florian L. Arnold: „Die Zeit so still“
Novelle
Klappenbroschur. Beinhaltet 6 Grafiken
Mirabilis Verlag 2020
ISBN 978-3-947857-10-4

Ab 2021: Start der ›Edition Hubert Klöpfer‹ beim Kröner Verlag

Der Alfred Kröner Verlag Stuttgart positioniert sich neu: Das traditionsreiche Stuttgarter Verlagshaus wird ab dem Frühjahr 2021 auch deutschsprachige Literatur verlegen. Programmverantwortlich ist dafür der renommierte Verleger und Büchermacher Hubert Klöpfer, der 1991 den Klöpfer & Meyer Verlag gegründet hatte, der seit Jahrzehnten für schöne Literatur, Sachbücher und Essayistik steht.

Mit der ›Edition Hubert Klöpfer‹ zieht die deutschsprachige Gegenwartsliteratur beim Stuttgarter Traditionsverlag ein.
Hubert Klöpfer (links) und Alfred Klemm (rechts). Bild: Yvonne Berardi

In der ›Edition Hubert Klöpfer‹, die mit sechs Titeln an den Start geht, finden sich namhafte Autorinnen und Autoren mit ihren neuesten Werken wieder, die seit Jahren eng mit dem Klöpfer & Meyer Verlag verbunden sind. Aber auch neue, junge Stimmen der Literatur sollen dort künftig ihren Raum erhalten.

Für den Kröner Verlag bedeutet dieses neue verlegerische Engagement eine „stimmige Weiterentwicklung“, betont der Verleger Alfred Klemm. Das Stuttgarter Haus mit seiner über hundertjährigen Geschichte hatte sich in den vergangenen Jahren immer mehr der schönen Literatur geöffnet. Neben klassischen Ausgaben wichtiger Werke aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, für die Kröner bekannt ist, traten unter anderem in der Reihe ›Erlesenes Lesen‹ Klassiker der Weltliteratur. In den vergangenen Jahren folgten Übersetzungen von Klassikern der Moderne, wie dem Schlüsselwerk der irischen Literatur, Grabgeflüster von Maírtín Ó Cadhain, die damit erstmals dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht werden.
„Dass wir uns nun als unabhängiger Verlag auch der deutschsprachigen Literatur zuwenden, hat sich daraus beinahe organisch entwickelt“, so Alfred Klemm. „Dass Hubert Klöpfer mit seinem Gespür für außergewöhnliche und gute Literatur dafür die Programmleitung übernimmt, ist ein Glücksfall für uns.“ Beide verbindet neben der Leidenschaft fürs Büchermachen eine jahrelange Freundschaft sowie die Zusammenarbeit im Vorstand des baden-württembergischen Landesverbandes des Börsenvereins.

Neuerscheinung: »Die Zeit so still« im Mirabilis Verlag

Literatur und Kunst verbinden sich auch in der zweiten Herbstnovität im Mirabilis Verlag in diesem Jahr zu einem Werk: Der Autor und bildende Künstler Florian L. Arnold legt mit der Novelle »Die Zeit so still«, die auf einem von ihm verfassten Hörspiel beruht, einen poetischen Text zum großen Thema unserer Zeit vor.

Das Buch:

Eine Straßenbahn an der Endhaltestelle: Der Fahrer liest in einem Buch, das lebenswichtig für ihn ist. Fahrgäste erwartet er seit langem nicht mehr. Doch in dieser Nacht steigt ein Fremder ein …
»Die Zeit so still« begleitet zwei außergewöhnliche Männer eine Nacht lang durch eine stumme Stadt in einer Zeit, in der nichts mehr so ist, wie es einst war. Mitgefühl und Menschlichkeit aber sind geblieben. – Florian L. Arnold schrieb diese Novelle sprachgewaltig, poetisch und bildstark.

»Die alte, unbeschadete Welt gab es noch, sie lag irgendwo unter einem einzigen Gedanken verborgen: Ich träume es. Jemand träumt es.
Es kam ihm vor, als zöge sich die ganze Welt zurück, als trete alles zurück hinter einen Vorhang aus Dunkelheit.«

Der Autor:

Florian L. Arnold, geboren 1977 in Ulm/Do., studierte Kunstwissenschaften. Der Nachtarbeiter mit österreichischen Wurzeln arbeitet als freier Zeichner und Schriftsteller sowie als Buchhändler und Verleger. Im Mirabilis Verlag erschienen von Florian L. Arnold bereits die Novelle »Ein ungeheuerlicher Satz« (2015) sowie die Romane »Die Ferne« (2016) und »Pirina«  (2019).
www.florianarnold.de

Der Verlag:

Der Mirabilis Verlag ist ein unabhängiger Verlag mit Sitz in Miltitz bei Meißen (Sachsen) und wurde 2011 von Barbara Miklaw gegründet. Anliegen des Verlags ist es, Bücher zu veröffentlichen, die auch lange nach dem Lesen noch in Erinnerung bleiben – der besonderen Sprache, der tiefgehenden und berührenden Erzählung wegen. Programmschwerpunkt sind Erzählungen und Romane, oft in Verbindung mit bildender Kunst – Grafiken, Zeichnungen, Fotografien.

Florian L. Arnolds Novelle »Die Zeit so still«  liegt ab dem 20. November 2020 vor.

Florian L. Arnold: „Die Zeit so still“
Novelle
Klappenbroschur. Beinhaltet 6 Grafiken
Mirabilis Verlag 2020
https://mirabilis-verlag.de/
ISBN 978-3-947857-10-4

„Andrin“ im Doppelpack

Über zwei sehr positive Besprechungen an einem Tag konnten sich Autorin Martina Altschäfer und der Mirabilis Verlag freuen:

„Unterhaltsam, gut geschrieben, lesenswert.“ – so ordnet Stefan Härtl auf Bookster HRO den Roman „Andrin“ ein. Die Besprechung in ganzer Länge: https://booksterhro.wordpress.com/2020/11/05/martina-altschafer-andrin/

Und die Autorin und Lektorin Dr. Yvonne C. Schauch sagt: „Ich habe diesen Roman ausgesprochen gern gelesen und empfehle ihn ebenso ausgesprochen gerne weiter.“
Ihre Rezension findet sich hier: https://www.schauch.com/2020/11/06/martina-altsch%C3%A4fer-andrin/

Zum Verlag: https://mirabilis-verlag.de/

Máirtín Ó Cadhain in guter Gesellschaft

Ich freue mich so, dass Máirtín Ó Cadhains letzter Roman, „Die Asche des Tages“, in der Übersetzung von Gabriele Haefs, erschienen beim Kröner Verlag, auch im logbuch, dem Sonderheft des kreuzer leipzig zum Bücherherbst 2020, vorgestellt wird.

Der große irische Autor (Seite 13) ist dabei in guter Gesellschaft: Die kreuzer-Autorinnen und Autoren gratulieren mit Julian Barnes und Edna O`Brien zwei Schriftstellern, die ich unendlich bewundere. Und mit Deniz Ohde, Kaśka Bryla, Ronya Othmann und Olivia Golde kommen in der großen Titelgeschichte vier Autorinnen zu Wort, von denen man hoffentlich noch viel lesen wird.

Reinschauen lohnt sich also: https://kreuzer-leipzig.de/epaper_uploads/Logbuch_2020_Herbst/#0

Kristiane Lichtenfeld über Data Tutaschchia

Die Übersetzerin Kristiane Lichtenfeld erzählt in der Zeitung neues deutschland von ihrer Annäherung an die georgische Literatur – und stellt dabei auch Tschabua Amiredschibis Roman »Data Tutaschchia, der edle Räuber vom Kaukasus« vor, der bei uns erschienen ist.
Sehr lesenswert:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1143324.die-adler-im-horst-sie-schliefen.html

Direkt zur Verlagsseite mit Informationen zum Roman:
https://www.kroener-verlag.de/details/product/data-tutaschchia/

Andrin: Ein modernes Märchen – Rezension bei Faust-Kultur

Wie ein Leben jenseits von Alltagsstress und Leistungsdruck aussehen kann, beschreibt die bildende Künstlerin Martina Altschäfer in ihrem Romandebüt „Andrin“, der in der Abgeschiedenheit der Schweizer Alpen spielt. Sie hat ein modernes Märchen verfasst, dessen Entspannungsqualität auch als Urlaubsersatz dienen kann, meint Riccarda Gleichauf.

Über diese Besprechung bei Faust Kultur freuen wir uns sehr!
https://faustkultur.de/4430-0-Buchkritik-Martina-Altschaefer-Andrin.html#.X4vjyO1CS00