Gerichtsreportagen, Feuilletons, Lebenserinnerungen und drei Romane: Das spät wiederentdeckte Werk von Gabriele Tergit (1894 - 1982) ist großartig.
Theo Breuer über Rolf Dieter Brinkmann
Zahlreiche Bücher erschienen zum 50. Todestag von Rolf Dieter Brinkmann. Der Schriftsteller Theo Breuer hat sie gelesen - daraus entstand eine Art Lesetagebuch, Notizen, die auch von der Wirkmacht von Literatur erzählen.
Friederike Mayröcker: Theo Breuer über die Jahrhundertdichterin
Zum 100. Geburtstag von Friederike Mayröcker (1924–2021), der im vergangenen Jahr mit zahlreichen Neuerscheinungen gefeiert wurde, verfasste Schriftsteller Theo Breuer ein Essay, Würdigung und Dank an die Jahrhundertdichterin gleichermaßen, das zunächst in der Literaturzeitschrift Matrix erschien und nun auch hier.
Jüdische Lyrikerinnen im Portrait – von Rose Ausländer und anderen, die beinahe vergessen wurden
Viele überlebten den Holocaust nicht, andere wurden verfolgt, vertrieben und später oftmals vergessen. Jüdische Lyrikerinnen im Portrait.
Kurt Tucholsky – Augen der Großstadt
Tucholsky verband zu Berlin eine Art Hassliebe. Die Anonymität, die Hektik, den Rhythmus der Stadt brachte er kongenial in "Augen der Großstadt" zum Ausdruck.
«Der Afrik» von Sven Recker erzählt von Zwangsauswanderung
Um die Armen loszuwerden, schickten manche Ortschaften in Deutschland ihre Tagelöhner im 19. Jahrhundert als Wirtschaftsflüchtlinge nach Nordafrika. Sven Recker erzählt in "Der Afrik" auf beeindruckende Weise von solch einem Schicksal.
Lebensklug und poetisch: Die Bücher von Theres Essmann
Als feine Stilistin erweist sich die Autorin Theres Essmann mit ihren Büchern, so mit der Novelle "Federico Temperini" als auch mit dem Roman "Dünnes Eis".
Karen Gershon fühlte sich wie ein «Unterkind»
Käthe Loewenthal gelangte 1938 noch mit einem der letzten Kindertransporte nach England. Dort wurde sie als Schriftstellerin Karen Gershon bekannt. Doch es dauerte Jahrzehnte, bis sie eine Form für die Erzählung ihrer Kindheit fand.
Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter
Zum 90. Jahrestag der Bücherverbrennung kam in einer prächtigen Neuauflage "Die verbrannten Dichter" von Jürgen Serke wieder heraus. Wie kein anderer hat der Autor dazu beigetragen, die Literatur der Weimarer Republik wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Im Schatten des Lebensborn – «Die Verwandelten» von Ulrike Draesner
Ulrike Draesner gibt in ihrem neuen Roman "Die Verwandelten" den Frauen, die im Krieg und auf der Flucht Gewalt erfuhren und erfahren, eine Stimme. Ein beeindruckender Roman, der allerdings auch einiges voraussetzt - insbesondere ein Einlassen auf den spezifischen Stil der Autorin.
Nachtigallentage von Sabine Schiffner: Die Leiche im Keller
Die Nachtigall singt für die Liebenden: Doch die Protagonistin in diesem Roman hat zwar Vögel im Garten, aber vor allem eine Männerleiche im Keller. "Nachtigallentage" von Sabine Schiffner ist ein poetisches Lesevergnügen mit einer äußerst sympathischen, traumverlorenen Hauptfigur.
Alice Grünfelder und Träume ohne Erfüllung im Jahrhundertsommer
„Jahrhundertsommer“: Ein Dorfroman, ein Anti-Heimat-Roman, vor allem aber auch ein Gesellschaftsroman. Alice Grünfelder schreibt über eine Familie auf der Schwäbischen Alb, die sich gegen Armut, soziale Ächtung und das Schicksal an sich stemmt.
Literarische Orte: Wieland unter abgeschmakten Schwaben
Nichts wie weg hier: Als Kanzleiverwalter hat Christoph Martin Wieland in Biberach arg gelitten. Dafür umso mehr geschrieben. Ein Besuch in seiner Heimatstadt.
Literarische Orte: E.T.A. Hoffmann in Bamberg
Für E.T.A. Hoffmann waren die Jahre in Bamberg eine einzige Katastrophe. Aber erst dort entdeckte der Jurist, Musiker und Zeichner sein eigentliches Talent.
Literarische Orte: Naumburg – wo Nietzsche weinte
Friedrich Nietzsche verbrachte seine Kindheits- und Jugendjahre in Naumburg in Sachsen-Anhalt. 1890 kam er in die Stadt mit dem weltberühmten Dom zurück: Seine Mutter nahm den geistig umnachteten Sohn in Pflege.