Literaturtalk in der Theaterei

Die Theaterei Herrlingen veranstaltet demnächst gemeinsam mit der Aegis Literaturbuchhandlung einen Literaturtalk – ich freue mich, mit dabei zu sein.

Besprochen werden diesmal:

Jostein Gaarder, Genau richtig
Christoph Peters, Dorfroman
Daniel Kehlmann, Tyll
Yvonne Hergane, Die Chamäleondamen

Aus der Ankündigungn: „Unsere Reihe für Bücherfans in Kooperation mit der Aegis Literatur Buchhandlung in Ulm. Wir laden uns interessante Gäste ein, um über besondere Bücher zu sprechen, die uns viel wert sind, die wir immer wieder lesen, oder über die wir völlig unterschiedlicher Meinung sind. Reden über Literatur in immer neuer Besetzung aber immer mit Lust und Leidenschaft. Mit Sarah Käsmayr vom Maro Verlag, der Literaturbloggerin Birgit Böllinger, Florian L. Arnold und Edith Ehrhardt.

Alle weiteren Informationen gibt es bei der Theaterei – auch ein Blick auf den Spielplan dort lohnt sich: https://theaterei.de/

Hin.Schauen in der Kunsthalle Kempten

HIN.SCHAUEN! Drei Fotografen – Drei Blickwinkel
Ausstellung des BBK vom 3. Oktober bis 25. Oktober 2020 in der Kunsthalle Kempten 

Ausstellung der Künstler Michael Schreiner, Bernhard Jott Keller und Bernd Sannwald

Wenn Michael Schreiner durch die Straßen geht, geraten Bilder und Erscheinungen in sein Blickfeld, die andere übersehen oder als nicht beachtenswert auslassen oder gar nicht wahrnehmen. www.michaelschreiner.de – . Hier auf dem Blog wurde kürzlich sein neues Buch „SEHEN GEHEN“ vorgestellt, einige dieser Fotografien sind nun auch in Kempten zu sehen.

Bernhard Jott Keller hält fest, was sich nicht festhalten läßt. Es ist untrennbar verbunden und gleichzeitig flüchtig: Die Schatten kleiner und großer Wriklichkeiten, mal scharf, mal malerisch verschwommen. www.bjk.de

Bei seinen Streifzügen durch Städte der Welt spürt Bernd Sannwald verborgene Strukturen auf. Mit seiner Kamera ordnet er die Entdeckungen und schärft mit technischer Brillanz unsere Sinne. www.berndsannwald.photography

Zur Kunsthalle Kempten: https://www.kempten.de/kunsthalle-2504.html

Widerspruch wird nicht geduldet

„Elias Effert ist ein aufstrebender Autor in der DDR in den 60er/70er Jahren. Angefüllt mit Idealen, aber auch mit einer Portion Mut, um in seine Stücke Kritik am Staat und dessen Gebaren zu üben. Nicht nur unterschwellig, sondern auf eine gewisse Weise direkt. Das wird ihm nach und nach zum Verhängnis.“ Ein Buchtipp zum Tag der deutschen Einheit.

We read Indie

Ein Künstlerleben in der DDR

Das Land, in dem der Sozialismus in seiner schönsten Form zur Blüte gelangen sollte, ist für viele, egal ob West oder Ost, nur noch eine schwache Kindheitserinnerung, wenn überhaupt. Als die Wende kam und alles anders wurde, blieb für die, die in den Achtziger geboren wurden ihre Kindheit dieselbe. An ein paar Dinge und Gerüche erinnert man sich zwar noch aus dieser Zeit kann, aber mehr Zusammenhangs, so dass man wohl eher ein unzuverlässiger Zeitzeuge wäre. Der vorliegende Roman von Rainhard Kuhnert, der im Mirabilis Verlag neu aufgelegt wurde, geht etwas weiter zurück in der Zeit. In die siebziger Jahre, der Hochzeit dieses sozialistischen Staates, der nun schon seit 30 Jahren nicht mehr existiert. An Wende war noch nicht zu denken, dafür hatten viele die Flucht im Kopf. Nicht so der junge Schrifsteller und Dramatiker Elias Effert. Er hat erste Bühnenstücke verfasst und Drehbücher fürs…

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Ulla Coulin-Riegger liest in Heilbronn

„Debüt am See“ lautet der Name einer Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen Ulla Coulin-Riegger am Sonntag, 4. Oktober, 16 Uhr, aus ihrem Roman „Mutters Puppenspiel“ liest. Ort: Restaurant Trappensee, Heilbronn. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.heilbronn.de/rathaus/aktuelles/details/artikel/debuet-am-see-mit-ulla-coulin-riegger.html

Und auf dem Literaturblog Sabine Ibing gibt es eine feine Rezension zu diesem Roman:
„Emotionaler Missbrauch, emotionale Manipulation: Mutters Puppenspiel. Ulla Coulin-Riegger beschreibt hier sehr fein, in welcher Abhängigkeit die Tochter einer narzisstischen Mutter steht, die es nicht schafft, die Fäden zu durchschneiden, wie sich diese Manipulation von Kindheit an auf die Beziehungs(un)fähigkeit zu anderen Menschen auswirkt.“ – Sabine Ibing Literaturblog, https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/mutters-puppenspiel-von-ulla-coulin.html

Michael Schreiner: SEHEN GEHEN

Michael Schreiner ist für mich ein Wilhelm Genazino mit der Kamera: Aufmerksam für die kleinen Dinge des Alltags, die Zufallsfunde, die skurrilen Momente. Mit einem Blick buchstäblich für das, was vor unserer Nase, was auf der Straße liegt, und doch so oft unbeachtet bleibt.
Der Leiter der Kultur- und Journalredaktion der Augsburger Allgemeinen hält diese Momente seit Jahren im Bild fest. Und viele dieser Momentaufnahmen laden nun in dem Bildband „SEHEN GEHEN“ dazu ein, nicht nur über sie hinwegzugehen, sondern richtig hinzuschauen.

Michael Schreiner beschreibt das in seinem Vorwort so:
„Der Flaneur, der unterwegs ist, um sich der Welt anzunehmen, und sie wahrzunehmen, ist ein Inspektor. Ich mache Inventur in der Straßen und würdige alles, auch das kleinste Stück Papier und die schwächste Spiegelung in einem Schaufenster.“

Und Christian Imminger ergänzt:
“ … Man kann einfach auch anders schauen. Sanfter. Genauer. Ins Bild gesetzt, gewinnen der verlorene Schuh, Papierfetzen und Farbschlieren Würde und Eigenart zurück. Und sie werden, im besten Fall, so wie hier in diesem Buch, zum Singen gebracht.“

Bereichert wird dieser hochwertig gefertigte Bildband durch Gedichte des Lyrikers Max Sessner.

Einblick in die Bilderwelt Michael Schreiners erhält man auf dessen Homepage, unter anderem kann man hier durch einige Seiten von „SEHEN GEHEN“ blättern: https://www.michaelschreiner.de/publikationen.html

„SEHEN GEHEN“
Fotografien von Michael Schreiner
Dussa Verlag, 2020
168 S., Gebunde Ausgabe, 151 Farbabb., 17 x 24 cm, 24,80 €
Texte von Michael Schreiner
Fünf Gedichte von Max Sessner
ISBN 978-3-922950-63-9
https://www.dussa-verlag.de/

Buchhändler Hauke Harder stellt „Die Asche des Tages“ vor

Kröner Verlag

„Man leidet mit N., auch wenn man ihn gerne an den Schultern schütteln möchte. Man glaubt ihm seine Gedanken und denkt, er wird alles irgendwann eventuell doch meistern. Der, der es meistert, ist der Autor. Ein typisch schräger, irischer Roman. Máirtín Ó Cadhain reiht sich mit dieser feinen Wiederentdeckung und Übersetzung von Gabriele Haefs in die Kultwerke (z.B. Flann O’Brien in der Übersetzung von Harry Rowohlt) der irischen Literatur ein. Also, gerne alles aufschieben und Máirtín Ó Cadhain lesen!“

Große Freude über diese Leseempfehlung von Hauke Harder von der Buchhandlung Almut Schmidt auf seinem Blog „Leseschatz“

Die Rezension gibt es in voller Länge hier: https://leseschatz.com/2020/08/28/mairtin-o-cadhain-die-asche-des-tages/.

Briefe schreiben – Seminar mit Theres Essmann

Wer Theres Essmann, die Autorin von „Federico Temperini“, als Dozentin erleben möchte, hat im September dazu Gelegenheit: Die Schriftstellerin bietet beim Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart eine Schreibwerkstatt zum Thema Briefe an.

Aus der Ausschreibung des Veranstalters:

Sie möchten den Zauber des Briefeschreibens und –empfangens wieder entdecken? Die eigene Brief-Stimme entwickeln oder ölen? In Zeiten von Abstandsregelungen Nähe über das Schreiben herstellen?

Dann probieren Sie es doch in diesem Kurs über die Kunst des Briefeschreibens aus. Dabei ist es egal, ob Sie Ihre Briefe handschriftlich verfassen oder mit dem Notebook. Vielmehr geht es darum, sich im Alltag die Zeit zu nehmen, die richtigen Worte zu finden, damit Briefe zu lebendigen und wahrhaftigen Mitteilungen »an dich, von mir, über mich« werden können.

In unseren Erinnerungen kommen wir dem auf die Spur, was Briefeschreiben für uns bedeutet. An Beispielen literarischer Briefe sammeln wir Impulse für den eigenen Ausdruck und setzen diese anhand von imaginierten Situationen in konkrete Schreibübungen um.

Am Ende des Kurses nehmen Sie Anregungen und neu gewonnene Vorfreude auf das Schreiben und Empfangen von Briefen mit.

Im Rahmen von: Summer in the City

LEITUNG: Theres Essmann, Schriftstellerin und zertifizierte Referentin für kreatives Schreiben und Biografiearbeit

Weitere Infos: https://www.theres-essmann.de

Kostenbeitrag: 66,00 € /  60,00 € bei Buchung bis 24.08.20

Kurs-Nr. 202-893

Kontakt: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 2068-150

https://www.hospitalhof.de/programm/070920-briefe-wege-zum-anderen-wege-zu-mir/

Martina Altschäfer: Andrin, Mirabilis Verlag

Mirabilis Verlag

Susanne ist Schriftstellerin und Ghostwriterin. Als sie für einen zahlungskräftigen »Premium«-Kunden eine geschönte Autobiografie verfassen soll, ist sie nahe am Verzweifeln. Ihr Verleger stellt Susanne kurzerhand seine Ferienwohnung in Italien zur Verfügung, um sie zu motivieren. Doch auf der Reise in den Süden verhindert mitten in den Schweizer Alpen ein Steinschlag die Weiterfahrt. Unversehens gerät sie nach Voglweh, eine kleine verfallene Siedlung mit lediglich zwei Bewohnern, die kaum eine Verbindung zur Außenwelt haben und sich selbst versorgen. Aus ursprünglich einer Notübernachtung werden Tage, Wochen, Monate. Susanne taucht immer intensiver hinein in die geheimnisvolle Welt ihrer Gastgeber…
»Andrin« ist ein Roman, der von der Kraft der Natur erzählt, die ebenso so zerstörerisch wie heilend wirken kann. Und von der Selbstfindung einer Frau, die lernt, sich den Geheimnissen des Lebens zu überlassen.

Martina Altschäfer hat Bildende Kunst und Germanistik an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz und Freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Ihre künstlerische Arbeit ist unter anderem mit dem Burgund-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz sowie dem Preis des Landes Rheinland-Pfalz für Graphik ausgezeichnet worden. Trotz ihrer großen Vorliebe für das Gebirge lebt und arbeitet sie in Rüsselsheim am Main.

»Andrin« ist Martina Altschäfers Romandebüt, nachdem 2017 bereits ihr Erzählband »Brandmeldungen« mit zahlreichen farbigen Zeichnungen und Textcollagen im Mirabilis Verlag erschienen ist.

Der Roman liegt ab dem 25. August vor, die Buchpremiere findet am 29. August in Ulm statt. Verlagsinformationen zum Buch: Andrin

Besprechungen:

„Das ist das Schöne an diesem Buch: eine einfache, gar nicht komplizierte Paralellwelt fächert sich auf in einer Facettenhaftigkeit, die ihren Glanz aus der dieser Welt zugeneigten Sprache der Erzählerin bezieht.
Vielleicht, weil die Schriftstellerin auch bildende Künstlerin ist, haftet diesem Debütroman eine Liebe in der Gestaltung an, die beim Lesen spürbar ist.“ –
Dagmar Eger-Offel von Literatur im Fenster

„Der Schreibstil war es, der mich sofort in die Geschichte gezogen hat. Martina Altschäfer schreibt sehr detailliert, sehr stimmungsvoll, deutet Dinge an, ohne sie jedoch aufzulösen. Sie lässt die Unsicherheiten im Raum stehen, lässt ihre Protagonistin und uns ins Ungewisse treten und dort verharren. Und immer ist da die kraftvolle Natur, die niemanden schont, aber dennoch Halt bietet.“Buchweiser

„In ihrem märchenhaften Roman „Andrin“ versetzt uns Martina Altschäfer in eine um Haaresbreite verrückte Parallelwelt, die sie aus der Perspektive ihrer Ich-Erzählerin fantasievoll, mitreißend und unterhaltsam veranschaulicht.“Dieter Wunderlich

„Ich habe diese Sätze gelesen und dachte nur: „WOW“! Diese Autorin kann schreiben!“Monika Abbas

„Absolut positiv ist der hochwertig gestaltete Auftritt des Buches! Das begeistert.“Sabine Krass

„Die Geschichte ist originell, weckt Sehnsüchte und ließ mich vom Alltagsstress in Tagträume hinabgleiten. Ich wurde also in einen literarischen Kurzurlaub geschickt und habe mich dabei prächtig erholt. Nur schade, dass auch der schönste Urlaub irgendwann vorbei ist.“ – Claudia Kowalski bei Renie`s Lesetagebuch