Andrin, ein literarischer Kurzurlaub

Eine unbedingte Leseempfehlung spricht Renie von Renie`s Lesetagebuch für „Andrin“ aus:

„Mein Fazit zu diesem Roman:Die Geschichte ist originell, weckt Sehnsüchte und ließ mich vom Alltagsstress in Tagträume hinabgleiten. Ich wurde also in einen literarischen Kurzurlaub geschickt und habe mich dabei prächtig erholt. Nur schade, dass auch der schönste Urlaub irgendwann vorbei ist.“

Die Rezension in voller Länge gibt es hier: https://renies-lesetagebuch.blogspot.com/2020/09/martina-altschafer-andrin.html

Und wer dann Appetit bekommen hat: Der Roman von Martina Altschäfer erschien im Mirabilis Verlag.

 

Dagmar Eger-Offel über „Andrin“

„Das ist das Schöne an diesem Buch: eine einfache, gar nicht komplizierte Paralellwelt fächert sich auf in einer Facettenhaftigkeit, die ihren Glanz aus der dieser Welt zugeneigten Sprache der Erzählerin bezieht.
Vielleicht, weil die Schriftstellerin auch bildende Künstlerin ist, haftet diesem Debütroman eine Liebe in der Gestaltung an, die beim Lesen spürbar ist.“

So eine Besprechung ist wie ein Fest! Der Beitrag von Dagmar Eger-Offel erschien auf dem Blog „Literatur im Fenster“.
„Andrin“ ist der Debütroman von Martina Altschäfer aus dem Mirabilis Verlag.

Michael Schreiner: SEHEN GEHEN

Michael Schreiner ist für mich ein Wilhelm Genazino mit der Kamera: Aufmerksam für die kleinen Dinge des Alltags, die Zufallsfunde, die skurrilen Momente. Mit einem Blick buchstäblich für das, was vor unserer Nase, was auf der Straße liegt, und doch so oft unbeachtet bleibt.
Der Leiter der Kultur- und Journalredaktion der Augsburger Allgemeinen hält diese Momente seit Jahren im Bild fest. Und viele dieser Momentaufnahmen laden nun in dem Bildband „SEHEN GEHEN“ dazu ein, nicht nur über sie hinwegzugehen, sondern richtig hinzuschauen.

Michael Schreiner beschreibt das in seinem Vorwort so:
„Der Flaneur, der unterwegs ist, um sich der Welt anzunehmen, und sie wahrzunehmen, ist ein Inspektor. Ich mache Inventur in der Straßen und würdige alles, auch das kleinste Stück Papier und die schwächste Spiegelung in einem Schaufenster.“

Und Christian Imminger ergänzt:
“ … Man kann einfach auch anders schauen. Sanfter. Genauer. Ins Bild gesetzt, gewinnen der verlorene Schuh, Papierfetzen und Farbschlieren Würde und Eigenart zurück. Und sie werden, im besten Fall, so wie hier in diesem Buch, zum Singen gebracht.“

Bereichert wird dieser hochwertig gefertigte Bildband durch Gedichte des Lyrikers Max Sessner.

Einblick in die Bilderwelt Michael Schreiners erhält man auf dessen Homepage, unter anderem kann man hier durch einige Seiten von „SEHEN GEHEN“ blättern: https://www.michaelschreiner.de/publikationen.html

„SEHEN GEHEN“
Fotografien von Michael Schreiner
Dussa Verlag, 2020
168 S., Gebunde Ausgabe, 151 Farbabb., 17 x 24 cm, 24,80 €
Texte von Michael Schreiner
Fünf Gedichte von Max Sessner
ISBN 978-3-922950-63-9
https://www.dussa-verlag.de/

Gudrun Glock amüsierte sich mit den Gartenschwestern

Gudrun Glock, selbst begeisterte Gärtnerin.

„Er hat eine andere!“, sagt Gitta. Damit hatten Constanze und Marit nun wirklich nicht gerechnet, als sie feierlich das Glas auf Gittas Geburtstag erhoben. Die Gitta, deren Traummann ihr seit dreiundzwanzig Jahren die Welt zu Füßen legte? Das versetzt nicht nur Gitta in großen Aufruhr, denn die drei Freundinnen leben ihren gemeinsamen Traum vom Garten in Gittas Traumgarten aus. Und eines wird sofort klar: “Ein Leben ohne Mann war möglich, ein Leben ohne Garten dagegen sinnlos“.

„Elisabeth, die Russen sind nicht mehr weit entfernt (…)“. Lissa, die Hauptperson des zweiten Erzählstrangs, ist auf der Flucht vor dem Krieg vom kleinen Oderberg nach Berlin und findet im letzten Kriegsjahr Unterschlupf bei Albert, einem Gärtner.

Der jähe Umschwung von heute in die Vergangenheit überrascht mich als Leserin und macht mich neugierig. Die Sorgen von heute scheinen gegen die Angst und den Hunger der letzten Kriegswochen wie kleine Befindlichkeiten. Und natürlich will ich wissen, wie und wann sich die Wege der Figuren von damals und heute kreuzen.

Die drei Freundinnen haben sich mittlerweile um einen Schrebergarten beworben. Bei der Beschreibung jener Gartenkolonie „Krötenglück e.V.“ wird kein Klischee ausgelassen – das klingt so fürchterlich kleinkariert, dass es schon wieder gut ist. Und spätestens, wenn die Laubennachbarn deutlichere Konturen annehmen, denke ich beinahe so wohlwollend über sie, wie am Ende die drei Berliner Hobbygärtnerinnen.

Spätestens ab Mitte des Buches bleiben keine Fragen mehr offen. Man ahnt, wie die Erzählstränge miteinander zu tun haben und es ist recht klar, wie es weitergeht. Der Spannungsbogen wird zumindest soweit aufrechterhalten, dass man gerne weiterlesen mag und dabei schmunzelnd feststellt, dass genau das eintritt, was man erwartet hat.

Was beide Geschichten vereint, ist die Liebe zum Garten. Einerseits um nicht zu verhungern, andererseits, weil es in der Satzung der Gartenkolonie festgeschrieben ist und um den Kummer einer zerbrochenen Ehe zu entkommen.

Vermutlich war jede Frau schon einmal Teil solch eines Freundinnen-Trios. Ich habe mich selbst auch an der einen oder anderen Stelle wiedergefunden. Sehr amüsant! Wenn ich noch keinen Garten hätte, nach dieser Geschichte würde ich mit meinen Freundinnen sofort einen Schrebergarten anmieten. Und so viel sei gesagt, es endet mit einem Happy End für die Wildschweine – der Rest wird nicht verraten.

Gudrun Glock

Gudrun Glock  lebt und arbeitet bei Augsburg, wo sie für ein Magazin Beiträge, Buchrezensionen und die Kolumne „Nahrungskette“ schreibt. Ihr Hauptinteresse und Betätigungsfeld gilt dem Ernährungsaspekt der Ayurvedischen Lehre. Sie sagt dazu: „Wir kommunizieren während des Essens. Und Essen selbst bedeutet Kommunikation. Deshalb könnte man auch sagen, das zentrale Thema meiner Arbeit ist die Kommunikation, denn das ganze Leben ist Kommunikation.“
Homepage: http://augsburg-ayurveda.de/ 

Informationen zum Buch:
Ella Kordes
Die Gartenschwestern
Blanvalet Verlag 2020
Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten
ISBN: 978-3-7341-0708-5


„Die Asche des Tages“ nun auch bei Irish Berlin

Kröner Verlag

„Und so fühlt N. sich denn in eine „Zwangsjacke der Ungewissheit“ gehüllt. Spätestens an dieser Stelle weiß der Leser nicht, ob er ihm noch beistehen, oder ihm einen Schubs ins fraglos kalte Wasser der Realität geben soll.
Indes: der reflektierte Leser fühlt sich im Glashaus und zögert, den ersten Stein zu werfen. Denn diesen „Verantwortungsmist“, der einem zuweilen vor die Füsse gekippt wird, kennen wir doch alle.“

Irland-Expertin Beate Lemcke bespricht auf dem Blog von „Irish Berlin“ Mártín Ó Cadhains letzten Roman, der in deutscher Übersetzung durch Gabriele Haefs nun als „Die Asche des Tages“ im Kröner Verlag erschienen ist.

Link zur Besprechung: https://irish-berlin.de/persoenlichkeit-auf-der-flucht-10343/

Susanne Haun: Werkschau 2013 – 2020

Wer Susanne Haun auf ihrem Blog folgt, weiß wie produktiv und kreativ die Berliner Künstlerin ist. Nun erscheint im Eichhörnchenverlag, in dem bereits ihr Bilderbuch „Landtiere“ veröffentlicht wurde, eine Werkschau, die die Jahre 2013 – 2020 umfasst.
Ich habe die Veröffentlichung lektorierend im Hintergrund unterstützt und war einmal mehr fasziniert von den Arbeiten Susannes, aber auch von den erklärenden Texten, die Meike Lander, Nina A. Schuchardt und Cristina Wiedebusch für diese Werkschau verfasst haben.

Ein Auszug aus dem Vorwort von Nina A. Schuchardt, der Verlegerin:

„Es ist nicht weniger, als die Quadratur des Kreises, an welcher sich diese Broschur versuchen muss, denn das Œuvre Susanne Hauns ist so groß und reich an Höhepunkten, dass es jede Form der Übersicht sprengt und es wächst stetig. Dennoch ist der Künstlerin mit der vorliegenden Sammlung eine herausragende Auswahl einiger ihrer wichtigsten, spannendsten und besonders ihrer aktuellen Werke gelungen.

Der Zufall will es, dass diese Broschur zu einer Zeit erscheint, in der die jetzt lebende Menschheit unter anderem mit der Pandemie durch das Coronavirus Covid-19 (im Folgenden Covid-19) eine ihrer schwersten Krisen ereilt. Mit Blick auf dieses Zeitgeschehen ist sie neben dem stets wachsenden Blog der Künstlerin auch ein Zeugnis ihrer herausragenden Fähigkeit, Relevantes noch im Moment des Geschehens als solches zu erkennen und künstlerisch treffsicher in ihre Bildwelt zu übersetzen.

Überhaupt sind es Susanne Hauns Neigung zu analytischer Weltbetrachtung gepaart mit großem Wissensdurst, die den Nährboden ihrer Kunst ausmachen. Kanalisiert durch regelmäßige Selbstreflexion und Disziplin münden sie als Linie in emotional-fließendem Ausdruck. Jedes ihrer Werke zeugt davon.“

Mehr Information zur Werkschau und eine Bestellmöglichkeit gibt es hier:
https://eichhoernchenverlag.de/produkt/susanne-haun-werkschau-2013-2020/

Zum Blog von Susanne Haun: https://susannehaun.com/

Ulla Coulin-Riegger im TV-Interview

Von ihrem Romandebüt „Mutters Puppenspiel“, über unglückliche Mütter, rücksichtslose Narzissten und von ihrem nächsten Buchprojekt sprach Ulla Coulin-Rieger im SWR:

https://www.swrfernsehen.de/landesschau-bw/studiogaeste/psychotherapeutin-ulla-collin-riegger-ueber-das-zusammenleben-mit-narzissten-100.html

Andrin: Ein gelungenes Debüt

„Der Schreibstil war es, der mich sofort in die Geschichte gezogen hat. Martina Altschäfer schreibt sehr detailliert, sehr stimmungsvoll, deutet Dinge an, ohne sie jedoch aufzulösen. Sie lässt die Unsicherheiten im Raum stehen, lässt ihre Protagonistin und uns ins Ungewisse treten und dort verharren. Und immer ist da die kraftvolle Natur, die niemanden schont, aber dennoch Halt bietet.“

Sonja vom Blog „Buchweiser“ hat „Andrin“, das Romandebüt von Martina Altschäfer, sehr gern gelesen: „Gelungen!“ lautet ihr positives Fazit.

Zur Rezension: https://buchweiser.com/2020/09/15/rezension-andrin-von-martina-altschafer/

„Ein vielschichtiger Roman“

„Mutters Puppenspiel von Ulla Coulin-Riegger ist ein vielschichtiger Roman, der viel mehr Interpretationsspielraum bietet, als ich während des Lesens gesehen habe. Durch eine kleine Frage am Ende des Buches bekommt alles nochmal einen spannenden Twist. Wie gerne würde ich auch dieses Buch mit anderen diskutieren!“

Über diese Aufforderung zur Diskussion sowie die intensive Besprechung durch Silvia Walter beim Blog „Leckere Kekse“ freuen wir uns natürlich für „Mutters Puppenspiel“ von Ulla Coulin-Riegger sehr. Mehr hier: https://leckerekekse.de/wordpress/ulla-coulin-riegger-mutters-puppenspiel/

Neuigkeiten!

Bild von Free-Photos auf Pixabay

Ausgiebig über Bücher spricht das „gemischte Doppel“ beim NDR, bestehend aus Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz. Unter den Buchempfehlungen für den Herbst 2020 ist auch Máirtín Ó Cadhain mit „Die Asche des Tages“ aus dem Kröner Verlag zu finden. Zum Nachhören findet sich die Sendung hier: https://www.ndr.de/ndrkultur/Das-Gemischte-Doppel-Buchtipps-fuer-den-Spaetsommer-Teil-3,audio739266.html

Richard Mayr stellte am 2. September im Feuilleton der Augsburger Allgemeinen den „Federico Temperini“ von Theres Essmann vor. Er meint: „Ein Debüt, das gespannt macht auf mehr“.
https://www.pressreader.com/germany/augsburger-allgemeine-ausgabe-stadt/20200902/281861530897913

Und über die Buchpremiere von Martina Altschäfers Roman „Andrin“ und Vorstellung des Mirabilis Verlags berichtet die Neu-Ulmer Zeitung: https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Literatur-unter-Baeumen-in-Neu-Ulm-Mirabilis-ein-Verlag-fuer-kleine-Wunder-id58034261.html