Über SätzeundSchätze

Das Literaturblog Sätze&Schätze gibt es seit 2013. Gegründet aus dem Impuls heraus, über Literatur und Bücher zu schreiben und mit anderen zu diskutieren.

Ein Schloss für die Literatur

Schreiben ist zunächst ein einsames Geschäft. Doch wie jede andere Kunstform auch sucht und braucht die Literatur die Öffentlichkeit und bedarf der Vermittlung und Pflege. In Bayerisch-Schwaben hat man dafür seit 2009 einen Ort, der ein besonderes Alleinstellungsmerkmal besitzt: In Edelstetten (Landkreis Günzburg) gibt es das einzige Literaturschloss Bayerns. Und auch in anderen Bundesländern muss man wohl lange nach solch einer fürstlichen Heimat für Poesie und Dichtung suchen.

Der vollständige Beitrag über das Literaturschloss Edelstetten ist erschienen in der Ausgabe 71 des Magazins „top schwaben“.

Informationen zum Verein „Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten“: http://www.literaturschloss-edelstetten.de/

Andrin: Ein modernes Märchen – Rezension bei Faust-Kultur

Wie ein Leben jenseits von Alltagsstress und Leistungsdruck aussehen kann, beschreibt die bildende Künstlerin Martina Altschäfer in ihrem Romandebüt „Andrin“, der in der Abgeschiedenheit der Schweizer Alpen spielt. Sie hat ein modernes Märchen verfasst, dessen Entspannungsqualität auch als Urlaubsersatz dienen kann, meint Riccarda Gleichauf.

Über diese Besprechung bei Faust Kultur freuen wir uns sehr!
https://faustkultur.de/4430-0-Buchkritik-Martina-Altschaefer-Andrin.html#.X4vjyO1CS00

Die Urkundensprache bei Ludwig der Bayer

Sprache ist machtvoll: Das nutzte bereits Ludwig der Bayer, der erste Wittelsbacher auf dem Kaiserthron. Ab 1330 wurden die Urkunden, die aus seiner Kanzlei kamen, überwiegend in der Volkssprache verfasst, Latein wurde nur noch in der Kommunikation mit der Kurie genutzt. Inwieweit dieser Wandel, der politischen Zwecken diente, auch die Entwicklung des Neuhochdeutschen prägte, das soll nun ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, an dem Historiker und Sprachwissenschaftler der Universitäten Regensburg und Augsburg sowie das Staatsarchiv Augsburg beteiligt sind, feststellen.
Eine Ausstellung mit Urkunden Ludwigs ist am Augsburger Staatsarchiv noch bis zum 4. Dezember zu sehen, eine telefonische Anmeldung dort wegen der Corona-Regeln notwendig.

Mehr Informationen zur Tagung und zur Ausstellung hier: https://www.gda.bayern.de/aktuelles/wir-ludwig-von-gottes-gnaden/

Mein Beitrag dazu erschien heute in der Bayerischen Staatszeitung.

Eine der Urkunden aus der Kanzlei Ludwigs des Bayern aus dem Staatsarchiv Augsburg. Bildquelle: Staatsarchiv Augsburg

„Ein literarisches Schmuckstück“

„Mit seinen gerade mal knapp 150 Seiten ist „Die Asche des Tages“ ein schmaler Band, aber eine ungemein intensive Lektüre. Es lohnt sich, sich darauf einzulassen, sich Zeit zu nehmen und konzentriert zu lesen, denn leicht verführt einen das Gedankenkarussell des Autors dazu, selbst gedanklich abzuschweifen. Ein philosophisches und tiefgründiges Buch, dem man seine 50 Jahre auf dem Buckel nicht anmerkt. Ein ungewöhnliches Thema und eine immer noch zeitlos, modern wirkende Stilistik, die an Bewusstseinsstrom bzw. „Stream of Consciousness“ erinnert.“

Auf dem Blog „Kulturbowle“ gibt es nicht nur diese feine Rezension zu „Die Asche des Tages“ aus dem Kröner Verlag, sondern auch Empfehlungen für das passende Getränk, die begleitende Musik und weiterführende Literatur. Toll!

Literaturtalk in der Theaterei

Die Theaterei Herrlingen veranstaltet demnächst gemeinsam mit der Aegis Literaturbuchhandlung einen Literaturtalk – ich freue mich, mit dabei zu sein.

Besprochen werden diesmal:

Jostein Gaarder, Genau richtig
Christoph Peters, Dorfroman
Daniel Kehlmann, Tyll
Yvonne Hergane, Die Chamäleondamen

Aus der Ankündigungn: „Unsere Reihe für Bücherfans in Kooperation mit der Aegis Literatur Buchhandlung in Ulm. Wir laden uns interessante Gäste ein, um über besondere Bücher zu sprechen, die uns viel wert sind, die wir immer wieder lesen, oder über die wir völlig unterschiedlicher Meinung sind. Reden über Literatur in immer neuer Besetzung aber immer mit Lust und Leidenschaft. Mit Sarah Käsmayr vom Maro Verlag, der Literaturbloggerin Birgit Böllinger, Florian L. Arnold und Edith Ehrhardt.

Alle weiteren Informationen gibt es bei der Theaterei – auch ein Blick auf den Spielplan dort lohnt sich: https://theaterei.de/

Hin.Schauen in der Kunsthalle Kempten

HIN.SCHAUEN! Drei Fotografen – Drei Blickwinkel
Ausstellung des BBK vom 3. Oktober bis 25. Oktober 2020 in der Kunsthalle Kempten 

Ausstellung der Künstler Michael Schreiner, Bernhard Jott Keller und Bernd Sannwald

Wenn Michael Schreiner durch die Straßen geht, geraten Bilder und Erscheinungen in sein Blickfeld, die andere übersehen oder als nicht beachtenswert auslassen oder gar nicht wahrnehmen. www.michaelschreiner.de – . Hier auf dem Blog wurde kürzlich sein neues Buch „SEHEN GEHEN“ vorgestellt, einige dieser Fotografien sind nun auch in Kempten zu sehen.

Bernhard Jott Keller hält fest, was sich nicht festhalten läßt. Es ist untrennbar verbunden und gleichzeitig flüchtig: Die Schatten kleiner und großer Wriklichkeiten, mal scharf, mal malerisch verschwommen. www.bjk.de

Bei seinen Streifzügen durch Städte der Welt spürt Bernd Sannwald verborgene Strukturen auf. Mit seiner Kamera ordnet er die Entdeckungen und schärft mit technischer Brillanz unsere Sinne. www.berndsannwald.photography

Zur Kunsthalle Kempten: https://www.kempten.de/kunsthalle-2504.html

Widerspruch wird nicht geduldet

„Elias Effert ist ein aufstrebender Autor in der DDR in den 60er/70er Jahren. Angefüllt mit Idealen, aber auch mit einer Portion Mut, um in seine Stücke Kritik am Staat und dessen Gebaren zu üben. Nicht nur unterschwellig, sondern auf eine gewisse Weise direkt. Das wird ihm nach und nach zum Verhängnis.“ Ein Buchtipp zum Tag der deutschen Einheit.

We read Indie

Ein Künstlerleben in der DDR

Das Land, in dem der Sozialismus in seiner schönsten Form zur Blüte gelangen sollte, ist für viele, egal ob West oder Ost, nur noch eine schwache Kindheitserinnerung, wenn überhaupt. Als die Wende kam und alles anders wurde, blieb für die, die in den Achtziger geboren wurden ihre Kindheit dieselbe. An ein paar Dinge und Gerüche erinnert man sich zwar noch aus dieser Zeit kann, aber mehr Zusammenhangs, so dass man wohl eher ein unzuverlässiger Zeitzeuge wäre. Der vorliegende Roman von Rainhard Kuhnert, der im Mirabilis Verlag neu aufgelegt wurde, geht etwas weiter zurück in der Zeit. In die siebziger Jahre, der Hochzeit dieses sozialistischen Staates, der nun schon seit 30 Jahren nicht mehr existiert. An Wende war noch nicht zu denken, dafür hatten viele die Flucht im Kopf. Nicht so der junge Schrifsteller und Dramatiker Elias Effert. Er hat erste Bühnenstücke verfasst und Drehbücher fürs…

Ursprünglichen Post anzeigen 762 weitere Wörter

Ulla Coulin-Riegger liest in Heilbronn

„Debüt am See“ lautet der Name einer Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen Ulla Coulin-Riegger am Sonntag, 4. Oktober, 16 Uhr, aus ihrem Roman „Mutters Puppenspiel“ liest. Ort: Restaurant Trappensee, Heilbronn. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.heilbronn.de/rathaus/aktuelles/details/artikel/debuet-am-see-mit-ulla-coulin-riegger.html

Und auf dem Literaturblog Sabine Ibing gibt es eine feine Rezension zu diesem Roman:
„Emotionaler Missbrauch, emotionale Manipulation: Mutters Puppenspiel. Ulla Coulin-Riegger beschreibt hier sehr fein, in welcher Abhängigkeit die Tochter einer narzisstischen Mutter steht, die es nicht schafft, die Fäden zu durchschneiden, wie sich diese Manipulation von Kindheit an auf die Beziehungs(un)fähigkeit zu anderen Menschen auswirkt.“ – Sabine Ibing Literaturblog, https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/mutters-puppenspiel-von-ulla-coulin.html