Textland Literaturfestival – DIE MACHT DER LITERATUR

Zum fünften Mal findet in diesem Jahr das Textland Literaturfestival statt. 2022 ist es in einen besonderen Rahmen eingebettet: Es bildet den literarischen Schwerpunkt des Festivals „Politik im Freien Theater“, das die Bundeszentrale für politische Bildung 2022 in Frankfurt am Main veranstaltet. Im TITANIA Theater Frankfurt versammelt Textland, ein Projekt der Faust Kultur Stiftung, dazu die Avantgarde einer neuen, polyphonen deutschsprachigen Literaturszene, die das Thema MACHT literarisch und performativ ergründet. Mit dabei sind unter anderem Lena Gorelik, Miryam Schellbach, Hengameh Yaghoobifarah, Dmitrij Kapitelman, Tomer Gardi und Alexandru Bulucz. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Fragen: Wie können die positiven Aspekte von Macht fruchtbar gemacht werden? Welche Potenziale kann die Literatur in all ihren Formen aktivieren, um sich gegen die korrumpierende Wirkung der Macht zu wehren?

Das Festival findet am Freitag, 30. September, ab 19:30 Uhr und am Samstag, 1. Oktober ganztags ab 11 Uhr im TITANIA Theater Frankfurt am Main statt. Alle Veranstaltungen werden zudem parallel als Livestream übertragen. Das vollständige Programm zum Download findet sich hier:

Tickets und Anmeldemöglichkeiten – auch zum Livestream – gibt es auf dieser Website: https://www.theaterperipherie.de/tickets-preise-anfahrt

Journalist*innen und Blogger*innen, die über das Festival berichten möchten, können sich direkt an Faust Kultur, Ulla Bayerl, Telefon 069 564025, Mail ulla.bayerl@faustkulturstiftung.de wenden.

DIE MACHT DER LITERATUR

Eine Impression von Textland IV 2021 u.a. mit Deniz Utlu, Doran Rabinovici und Ahmad Milad Karimi. Moderation: Leon Joskowitz und Miryam Schellbach. Bild: Alexander Paul Englert

Zum Auftakt liest Lena Gorelik einen noch unveröffentlichen Text aus ihrem entstehenden
Roman. Moderiert von Leon Joskowitz und Miryam Schellbach, geht es im anschließenden
Gespräch mit Hadija Haruna-Oelker und Ozan Zakariya Keskinkılıç um die Potenziale, die dem Erzählen, dem Schreiben und dem Lesen innewohnen. Welche gesellschaftliche Funktion kommt Schriftsteller:innen heute (noch) zu? Berechtigt die Arbeit am Text die Autor:innen dazu, sich zu gesellschaftlichen und moralischen Fragen zu äußern? Sind sie in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels und der Gefahr vielleicht sogar verpflichtet, sich offensiv am Diskurs zu beteiligen? Welche Mittel der Selbstvergewisserung und der Emanzipation kennt die Literatur? Wie unterscheiden sich erzählende Prosa, Sachbuch und Lyrik? Weiterhin werden die Fragen verhandelt: Ist der Begriff der Bildung zu Unrecht desavouiert? Was kann Literatur zur Renaissance der Bildung beitragen? Und schließlich: Welche Rolle und Verantwortung kommt dem Publikum zu?
Am zweiten Festivaltag stehen fünf Panels zur Macht der Erinnerung, Macht der Emotionen
und Macht der Sprache auf dem Programm. Die ersten drei heben die Macht der Erinnerung hervor. Im Erinnern berührt die Literatur den Kern der menschlichen Existenz, denn ohne Erinnerung gibt es keine Geschichte und ohne Geschichte keine menschliche Kultur. Doch wie viel Erinnerung und welche Art von Erinnerung nützt dem Leben und wann ist es zu viel oder schädlich? Die Autor:innen widmen sich den unterschiedlichen Facetten und ergründen, wie sich die Unzuverlässigkeit des Erinnerns und die Souveränität des Erzählens in Einklang bringen lassen, welche Rolle das schreibende und lesende Subjekt spielt, wie eine neue, deutsche, plurale Erinnerungskultur auch bildungspolitisch zur Geltung kommen und inwieweit Erinnerungsliteratur an der Zukunft mitschreiben kann.

Alle Informationen zum Programm finden sich unter www.textland-online.de

Weitere Informationen:

PUBLIKATION
Zum Festival erscheint der fünfte Textland Reader mit Texten der teilnehmenden Autor:innen u.v.m. Gemeinsam herausgegeben von der Faust Kultur Stiftung und dem 11. Festival „Politik im Freien Theater“. Anschließend im Buchhandel erhältlich:
ISBN 978-3-949774-10-2, Edition Faust, Oktober 2022 und über http://www.editionfaust.de.

TERMIN & ORT:
Textland Literaturfestival – Die Macht der Literatur, 30. September 2022, 19:30–22:00 Uhr und 1. Oktober 2022, 11:00–20:30
ORT: TITANIA Theater, Basaltstraße 23, 60487 Frankfurt am Main

PRESSEKONTAKT
Faust Kultur Stiftung, Ulla Bayerl, ulla.bayerl@faustkulturstiftung.de, Tel. +49 69 56 40 24
Birgit Böllinger, Büro für Text und Literatur, Tel. +49 821 4509-133,
kontakt@birgitboellinger

TICKETS
Anmeldung erfolgt über das TITANIA Theater online oder vor Ort.
EINTRITT
Freitag, 30.9.: 10 €, erm. 8 €
Samstag, 1.10.: 12 €, erm. 8 €
Dauerkarte: 20 €, erm. 15 €
Livestream: 8 € je Tag

Ein Gedanke zu „Textland Literaturfestival – DIE MACHT DER LITERATUR

Kommentar verfassen