Die Urkundensprache bei Ludwig der Bayer

Sprache ist machtvoll: Das nutzte bereits Ludwig der Bayer, der erste Wittelsbacher auf dem Kaiserthron. Ab 1330 wurden die Urkunden, die aus seiner Kanzlei kamen, überwiegend in der Volkssprache verfasst, Latein wurde nur noch in der Kommunikation mit der Kurie genutzt. Inwieweit dieser Wandel, der politischen Zwecken diente, auch die Entwicklung des Neuhochdeutschen prägte, das soll nun ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, an dem Historiker und Sprachwissenschaftler der Universitäten Regensburg und Augsburg sowie das Staatsarchiv Augsburg beteiligt sind, feststellen.
Eine Ausstellung mit Urkunden Ludwigs ist am Augsburger Staatsarchiv noch bis zum 4. Dezember zu sehen, eine telefonische Anmeldung dort wegen der Corona-Regeln notwendig.

Mehr Informationen zur Tagung und zur Ausstellung hier: https://www.gda.bayern.de/aktuelles/wir-ludwig-von-gottes-gnaden/

Mein Beitrag dazu erschien heute in der Bayerischen Staatszeitung.

Eine der Urkunden aus der Kanzlei Ludwigs des Bayern aus dem Staatsarchiv Augsburg. Bildquelle: Staatsarchiv Augsburg

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