Klabund – Einmal noch den Abend halten

frankfurt-2057530_1920

Bild von lapping auf Pixabay

Einmal noch den Abend halten
Im versinkenden Gefühl!
Der Gestalten, der Gewalten
Sind zu viel.

Sie umbrausen den verwegnen Leuchter,
Der die Nacht erhellt.
Fiebriger und feuchter
Glänzt das Angesicht der Welt.

Erste Sterne, erste Tropfen regnen,
Immer süßer singt das Blatt am Baum.
Und die brüderlichen Blitze segnen
Blau wie Veilchen den erwachten Traum.

Klabund (1890 – 1928)

Ein Gedanke zu „Klabund – Einmal noch den Abend halten

Kommentar verfassen